Deponiertrick: Polizei legt Tätern das Handwerk

Betrug Kripo Chemnitz war erfolgreich

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Foto: Harry Härtel

Am Dienstagnachmittag konnten zwei Tatverdächtigte einer Serie von Eigentumsdelikten bei frischer Tat gefasst werden. Die Männer klingelten an Wohnungstüren und gaben sich entweder als Wohnungsinhaber oder als Verwandte aus. Angeblich wollten sie mehrere tausend Euro Bargeld bei den Betroffenen hinterlegen, um so die Geldverstecke der Menschen ausfindig zu machen und Bargeld zu stehlen. Diese Masche nennt sich Deponiertrick.

Die Täter treten dabei sehr charmant und sprachgewandt auf. Meistens wird diese Praktik bei älteren Menschen angewandt. Geschnappt wurde das Täterduo (34 und 38 Jahre alt) im Bereich der Ernst-Enge- und der Carl-von-Ossietzky-Straße in Chemnitz nach einem versuchten Diebstahl. Zudem kam es am 13. und 14. März in Chemnitz und Zwickau allein zu über 20 Diebstahlversuchen.

Bundesweit 100.000 Euro Schaden

Seit 2014 kam es im gesamten Bundesgebiet zu Vorfällen. In Sachsen waren vor allem Chemnitz, Leipzig, Dresden und Zwickau betroffen. Insgesamt wurden 15 Delikte und circa 50 Versuche registriert. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 100.000 Euro. Allein in Chemnitz und Zwickau wurden Geschädigte um Beträge von mehr als 40.000 Euro erleichtert.

Durch die Zusammenarbeit der Kripo Chemnitz und der betroffenen Bundesländer, dem Landeskriminalamt Schleswig-Holstein und der Polizeidirektion Zwickau konnte die Serie aufgedeckt werden. Am Mitwoch erließ der Richter Haftbefehl gegen die beiden Männer. Sie befinden sich nun in Untersuchungshaft.