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1190 Zuschauer in der Erzgebirgshalle in Lößnitz

Handball EHV Aue hält gegen Top-Mannschaft einen Punkt fest

Lößnitz. 

Lößnitz. Das 26:26 (13:13) Unentschieden gegen den ASV Hamm-Westfalen ist für den EHV Aue ein gefühlter Sieg. Gegen eine solche Top-Mannschaft mit Aufstiegsambitionen nur knapp an einem Erfolg vorbei zu schrammen, ist nicht ohne. Gestern Abend haben 1190 Zuschauer in der Erzgebirgshalle in Lößnitz ein Wechselbad der Gefühle erlebt: ganz am Anfang hat der EHV so gar nicht in Spiel gefunden. Die Quittung war ein stellenweiser Rückstand von sechs Toren. "Beim 11:5 (14.) wusste ich nicht, was ich mit meiner Mannschaft anfangen soll, denn das waren nicht wir", erklärt Trainer Stephan Swat: "Das war nicht unser Tempo und es hat die Konzentration gefehlt."

Man sei überhaupt nicht in die Rückzugsbewegung gekommen und habe Hamm-Westfalen einfache Tore geschenkt. An der Stelle, so Swat, sei das Spiel eigentlich schon weggewesen. Doch dann gab es eine Wende. Mit einer überragenden Willensleistung, so der Coach, sei die Mannschaft zurückgekommen. Man hat es bis zur Pause geschafft auf 13:13 auszugleichen, hat das Blatt dann gedreht und konnte sogar bis auf drei Tore wegziehen beim 18:15 (36.) Eine Viertelstunde vor Ultimo gab es den 20:20 Ausgleich. Elf Minuten vor Schluss hat Kevin Lux dann nach einer dreimaligen 2-Minuten-Strafe die Rote Karte gesehen. Es ist das mittlerweile zweite Heimspiel, wo das passiert ist.

Kapitän Eric Meinhardt war beste Werfer

"Es ärgert mich selbst. Ich muss ruhig bleiben von der Reaktion her. Langsam ist es auch vom Kopf her schwierig, das muss ich in den Griff bekommen", so Lux. Mit einer Zeitstrafe kann Lux leben aber mit den anderen beiden könne man nicht einverstanden sein. Stephan Swat spricht davon, dass der Schiedsrichter sehr engagiert gepfiffen habe. Das Spiel sei insgesamt verdammt schwer gewesen: "Jede Achterbahnfahrt im Freizeitpark ist ein Ponyhof dagegen, was hier abgeht. Ein Kompliment an die Mannschaft, die an sich geglaubt, gekämpft und selbst die rote Karte von Kevin Lux verkraftet hat."

Beste Werfer beim EHV Aue waren Kapitän Eric Meinhardt (8/3) und Kevin Roch mit sieben Treffern. Meinhardt sagt: "Am Ende war es eine geschlossene Mannschaftsleistung." Über seine gute Wurfquote freut sich Kevin Roch: "Zurzeit habe ich eine gute Hand. Gegen eine starke Mannschaft, wie Hamm-Westfalen können wir unterm Strich zufrieden sein mit dem Unentschieden." Dennoch sei es ein komisches Gefühl: "Nach der 2. Halbzeit, die wir gespielt haben, hätten wir durchaus auch gewinnen können, aber dann schleichen sich leichtsinnige Fehler ein."



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