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130-jähriges Bestehen: Bahnstrecke schreibt Geschichte

Jubiläum Tests bieten gute Perspektive für die Region

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. Totgesagte leben länger - dieser Ausspruch trifft hundertprozentig auf die Bahnstrecke Annaberg-Buchholz - Schwarzenberg zu. Einst gehörte sie zu den wichtigsten Verbindungen für den Güter- und Personenverkehr im Erzgebirge. 1997 wurde die Verbindung aber eingestellt. Die Fahrgastzahlen waren zu niedrig und so wurde die Verbindung der beiden Erzgebirgsstädte kurzerhand gestrichen. Teil der Wahrheit ist auch: Hätte man der Geschichte damals ihren Lauf gelassen, wäre von der Strecke heute kaum noch etwas übrig.

Nutzung für die Aussichtsbahn

"Sie wäre nicht mehr nutzbar für den Fahrbetrieb", sagt Lutz Mehlhorn, Leiter und Sprecher der Erzgebirgsbahn, zu deren Infrastruktur besagte Strecke gehört. Doch es kam anders. Bahn-Enthusiasten fanden sich und entwickelten zumindest ein touristisches Konzept: Es entstand die Erzgebirgischen Aussichtsbahn (EAB). Die Strecke blieb erhalten und kann in diesem Jahr ihr 130-jähriges Bestehen feiern.

Teststrecke für neue Technik

Mittlerweile erlebt die Strecke eine Renaissance. Längst rollen an den Fahrwochenenden nicht nur die Züge der EAB zwischen Annaberg und Schwarzenberg, sondern ist die Strecke auch eine Teststrecke geworden. Mirko Caspar vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Abteilung Bahnsysteme stand zum Bahnhofsfest in Markersbach anlässlich des Streckenjubiläums den Besuchern für Fragen rund um den Testzug der Firma Thales zur Verfügung. Dieser hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt, weil er Mitte September ferngesteuert im Bahnhof Schlettau rangiert wurde. "Die Technik steckt noch in den Kinderschuhen."



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