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3:3! Veilchen liefern irren Fight gegen Ligakrösus HSV

FUSSBALL Zweimal wird ein Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt

Aue. 

Sagt sich der Tabellenführer an, ist das Erzgebirgsstadion normalerweise ausverkauft. Die Begegnung zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem Hamburger SV, die 3:3 (1:3) endete, hatte am Freitagabend unter Flutlicht alles, was das Fanherz höher schlagen lässt. Doch in Zeiten der Pandemie bleibt es bei ein paar Zaunfahnen, die zumindest symbolisch zeigen, dass die Fans hinter dem Verein stehen. Und als ob das selbst der Himmel bedauerte, regnete es in Aue. Die Temperaturen passten zur Stimmung im Stadion, es war kühl. In der 14. Minute wurde es das erste Mal richtig heiß im Auer Strafraum: Die Gastgeber verbrannten sich am kopfballstarken Simon Terrode. Es stand 0:1 für die Gäste. Nur eine Minute später hätte es erneut klingeln können. Doch der Ball der Hamburger ging an den rechten Pfosten. Der HSV gab ununterbrochen Gas und wurde immer wieder gefährlich. In der 22. Minute legten die Gäste tatsächlich nach: Sonny Kittel bediente David Kinsombi, der im Rückraum stand. Dieser zog von der Strafraumgrenze ab und machte  das zweite Tor der Gäste.

Veilchen vom Rückstand unbeeindruckt

Der Spielverlauf ließ in dieser Phase Schlimmes vermuten, doch der FCE kämpfte und wurde nur vier Minuten später belohnt. Jan Hochscheidt gelang in der 26. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2. Der Torjubel war gerade erst verstummt, da wurde es im Auer Strafraum schon wieder brenzlig. Die Auer bekamen den Ball nicht unter Kontrolle. Als Clemens Fandrich Sonny Kittel von den Beinen holte, ertönte der Pfiff. Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte auf den Punkt. Der Videobeweis brachte Klarheit. Simon Terrode trat gegen Männel an. Der Auer Schlussmann ahnte zwar die Ecke, doch der Ball landete links unten im Netz. 1:3 für den Liga-Primus. Der HSV kannte für den Rest der ersten Halbzeit nur einen Weg, den direkt vors Auer Tor. Immer wieder kreierte der Tabellenführer Tormöglichkeiten. Unterbrochen wurde das Ganze durch eine Verletzung von Jeremy Dudziak. Er wurde zunächst auf dem Spielfeld behandelt und musste in der 42. Minute verletzungsbedingt den Rasen verlassen.

Schneller Anschluss gibt dem Heimteam Hoffnung - zurecht!

Nach der Pause einen kurzen Moment kein anderes Bild: Der HSV kam wie die Feuerwehr aus der Kabine. Doch das Tor machte in der 50. Minute Clemens Fandrich für den FCE. Das glückliche 2:3 schien eine Art Dosenöffner. Aue eroberte sich mehr und mehr Raum. In der 61. Minute gab es dann einen Freistoß aus aussichtsreicher Position. Jan Hochscheidt schoss scharf in den Strafraum, dort stand Gaetan Bussmann. Seinen Kopfball wehrte HSV-Schlussmann Sven Ulreich noch ab. Florian Krüger aber stand goldrichtig und erzielt den verdienten Ausgleich.