40.000 Euro für Hospiz in Erlabrunn

Erfolg Erster virtueller Hospizlauf stößt auf enorme Resonanz

Erlabrunn. 

Erlabrunn. Was wird der erste virtuelle Hospizlauf bringen? Lohnt sich der ganze Aufwand? Werden sich viele Erzgebirger für den guten Zweck auf den Weg machen? Diese und andere Fragen konnte das Organisationsteam jetzt beantworten und zwar durchweg positiv.

Am vergangenen Dienstag konnte der symbolische Spendenscheck ans Erzgebirgshospiz übergeben werden. Mehr als 40.000 Euro kamen zusammen. "Damit haben wir nicht gerechnet", sagt Mandy Knoch, die den Hospizlauf alljährlich vorbereitet und in den Kliniken Erlabrunn gGmbH für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet. Die Idee zum virtuellen Lauf entstand aufgrund der Corona-Pandemie, die die Durchführung einer großen Sportveranstaltung nicht zuließ. Die Resonanz aufs virtuelle Angebot war super: 627 Läufer sind für den guten Zweck gestartet. Zumindest ist das die Zahl jener, die sich online oder auf einem Läuferblatt ins Teilnehmerfeld haben eintragen lassen. "Der Großteil waren Privatpersonen, aber auch Firmen, Vereine, Firmen, Schulen und Kindertagesstätten haben sich beteiligt", sagt Mandy Knoch. Einige organisierten sogar im Rahmen des Erlaubten kleine, interne Veranstaltungen.

Besonders engagiert war beispielsweise die Goetheschule Breitenbrunn, die alle Schüler zu Stundenläufen animierte und so das wichtige Geld für das Hospiz sammelte. Denn zwischen tatsächlichen Kosten und dem Betrag, den die Kassen für Hospizleistungen bezahlen, klafft ein Loch. Die mehr als 40.000 Euro helfen dem Erzgebirgshospiz dieses Lücke deutlich zu verkleinern. Neu war in diesem Jahr nicht nur das virtuelle Angebot. Erstmals konnte sich jeder Teilnehmer eine Lieblingssportart heraussuchen. Neben dem klassischen Lauf standen unter anderem auch Schwimmen, Walken, Fahrradfahren und Skaten auf dem Programm. Auch wenn der Erfolg groß war, hoffen die Organisatoren der Kliniken Erlabrunn gGmbH darauf, dass der Lauf schon im kommenden Jahr wieder analog starten kann. "Vielleicht behalten wir die virtuelle Variante als Ergänzung zum eigentlichen Lauf", sagt Geschäftsführerin Heidrun Ballmann, die selbst 14 Kilometer durch den Erlabrunner Wald fürs Hospiz zurücklegte. "Der virtuelle Lauf kann das Emotionale, das unsere eigentliche Veranstaltung auslöst, ganz sicher nicht ersetzen", findet die Geschäftsführerin der Kliniken Erlabrunn gGmbH.