80. Geburtstag: Rolf Uhlig erinnert sich an Steve McQueen

Motorsport Ehemaliger Geländesportler aus Chemnitz

Als der Chemnitzer Rolf Uhlig am Samstag seinen 80. Geburtstag im Kreis seiner Familie feierte, blickte er auf ein bewegtes Leben zurück. Denn die Leidenschaft des gebürtigen Dörnthalers gehörte und gehört dem Motocross und Geländesport seit 1958. In diesem Zusammenhang erinnert sich der erfolgreiche ehemalige MZ- und Simson-Geländesportler unter anderem an den 9. September 1964 noch ziemlich genau.

Die 39. Auflage der Internationalen Sechstagefahrt fand in jenem Herbst in Erfurt statt. Rolf Uhlig war als Einzelstarter erstmals auf einer MZ Teil der ostdeutschen Nationalmannschaft. Und er sollte bald Bekanntschaft mit einem US-amerikanischer Film- und Fernsehschauspieler machen. Es handelte sich um Steve McQueen, bekannt durch den Western "Die glorreichen Sieben". Der war auch ein leidenschaftlicher Motorrad- und Autorennfahrer, der sich bei den Six Days in einer misslichen Lage befand.

Die Amerikaner stellten seinerzeit erstmals eine Silbervasen-Mannschaft, unter anderem eben mit dem Filmstar. "Die Amerikaner hatten damals wenig Ahnung vom Geländesport, aber sie konnten gut Motorrad fahren", erinnert sich Rolf Uhlig.McQueen war in einer Sonderprüfung am Lütsche Stausee mit seiner Triumph den Hang hinunter gerutscht. Einer der ersten am Unfallort war Rolf Uhlig, der kurz nach McQueen in die Sonderprüfung am 3. Fahrtag gegangen war. "Es hatte ihn hingewedelt. Ich sah ihn am Boden liegen und stoppte meine Maschine. Ich sah eine blutende Wunde in seinem Gesicht, und dass er sich ein Bein gebrochen haben musste, denn es war ganz schief", erinnert sich Rolf Uhlig. Wie es weitergeht und was der dreifache Motorrad-Weltmeister Freddie Spencer (USA) damit zu tun hat, lesen Sie schon bald bei BLICK.