Abenteuer Rallye ist vorerst beendet

Rallye A-Team ist wohlbehalten wieder zuhause

Aue. 

Aue. Die Rallye Dresden-Dakar-Banjul auf 7500 Kilometern durch sieben Länder auf zwei Kontinenten ist für die Teilnehmer in diesem Jahr ein besonderes Abenteuer gewesen - gut 1.500 Kilometer vorm Ziel musste die Rallye abgebrochen werden, denn aufgrund der weltweiten Corona-Krise hat man die Ländergrenzen geschlossen. Insgesamt waren bei der Rallye 46 Autos unterwegs. Mit dabei das "A- Team", das am 6. März mit zwei Fahrzeugen - einem 13 Jahre alten VW T5 und einem 25 Jahre alter Audi 100 - in Aue gestartet war und sich auf Tour begeben hat. Die beiden Fahrzeuge sollten vor Ort für einen guten Zweck versteigert werden, um Hilfsprojekte für die Menschen im Land zu unterstützen. Die beiden Auer Holger Wötzel und Christian Wötzel, Vater und Sohn, hatten diesmal mit der Projektentwicklerin Martina Frenzel und dem Forstingenieur Clemens Holzweißig Verstärkung. Mittlerweile sind die Vier wieder wohlbehalten zuhause angekommen und befinden sich als Auslandsreisende in einer freiwilligen Quarantäne.

Die Reise war ein Abenteuer

Christian Wötzel erzählt von der Reise: "Wir sind bis zur südlichen Grenze von Marokko gekommen. Nach Mauretanien konnten wir schon nicht mehr einreisen. Die Botschaft dort hat uns davon abgeraten. An der Stelle sind wir umgekehrt und haben die Heimreise angetreten." Und dass war ein Wettlauf mit der Zeit immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Grenzen in Europa nicht geschlossen werden und man möglichst noch gut durchkommt. "Wir haben versucht die Fähre nach Spanien zu erreichen, was uns noch geglückt ist. Die Option stand auch, einen der Rückholflüge zu nehmen, der von der Bundesregierung organisiert worden ist, doch dann hätten wir die Autos zurücklassen müssen, was nicht unser Plan war." Es war alles etwas hektisch und stressig, aber ich denke, wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir konnten zurück fahren, erzählt der 26-jährige. In Summe sind jetzt 12.000 Kilometer zusammengekommen - 6000 Kilometer waren die Hinfahrt bis zum Stopp und die gleichen Strecke zurück. Zurückblickend ist Christian Wötzel froh, dass alle wieder zuhause angekommen sind: "Als wir gestartet sind, was das Thema Corona schon in aller Munde, doch wir waren der festen Überzeugung, dass die Länder in Afrika nicht so drastisch reagieren, wie in Europa." Doch man ist eines Besseren belehrt worden, denn gerade Marokko hat noch viel drastischer reagiert und alles dicht gemacht.

Endlich zuhause angekommen

In Aue angekommen ist das A-Team heute vor einer Woche. "Es war auf jeden Fall ein Gefühl der Erleichterung, als wir zuhause vor der Wohnungstür standen", gesteht Christian Wötzel: "Zwar haben wir unser Ziel nicht erfüllt, aber zumindest sind die Autos noch da und sie sind fahrtüchtig bis auf Kleinigkeiten, die reparabel sind. Falls die nächste Rallye stattfindet, sind die Autos startklar. Man muss halt schauen. Erst einmal muss sich die ganze Situation wieder normalisieren und dann können wir wieder Pläne schmieden." Erst einmal waren diese Woche alle zuhause und auch kommende Woche wird das noch so sein. Man befolgt die Empfehlung der freiwilligen Quarantäne.