Abstecher in die Vergangenheit

Veranstaltung Drebacher zeigen bei ihrem Jubiläum einen historischen Löscheinsatz

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Beim Feuerwehr-Fest in Drebach erlebten zahlreiche Zuschauer auf lustige Weise, wie Brände im 19. Jahrhundert gelöscht wurden. Foto: A. Bauer

Drebach. Als am Sonntagnachmittag in Drebach immer wieder die Sirene der Freiwilligen Feuerwehr zu hören war, musste niemandem Angst und Bange werden. Im Gegenteil: Voller Freude kamen Hunderte Besucher hin zum Feuerwehr-Depot, wo die Kameraden das 140-jährige Bestehen ihrer Ortswehr feierten.

Begonnen hatte das Jubiläum schon am Abend zuvor mit einem großen Feuerwehrball in der Ausstellungshalle. Doch erst am Sonntag wurde es für die Öffentlichkeit so richtig interessant, denn anlässlich des runden Geburtstages hatten auch zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung Vertreter und Fahrzeuge geschickt.

Feuerlöschen wie im Mittelalter

So war bei einem Autokorso interessante Technik von früher und heute zu bestaunen. Musikalisch umrahmt wurde die Aktion von einer Kapelle aus Stawiszyn, denn auch die polnische Partnerstadt von Drebach ließ sich dieses große Fest nicht entgehen.

Rege wurde das Treiben, als eine kleine Hütte plötzlich zu qualmen anfing. Natürlich konnten sich die Besucher gleich denken, dass dies zum Programm gehörte. Erstaunt waren aber viele, als sie die ersten Einsatzkräfte sahen. Schließlich rückte nach einigen fast schon mittelalterlich wirkenden Ersthelfern eine Feuerwehrgruppe aus Kaisers Zeiten an.

Feuerwehren im Wandel der Zeit - Von der Hand- zur elektrischen Wasserspritze

"Wir wollten dem Publikum den Wandel der Zeit vor Augen führen - wie früher und heute gelöscht wurde", erklärt der stellvertretende Wehrleiter Daniel Wilhelm. Während die Drebacher den modernen Part übernahmen, überließen sie den historischen Auftritt den Kameraden aus Hopfgarten, die mit einer originalen Handdruck-Spritze aus dem Jahr 1902 vor Ort waren.

Ihre lustige Vorführung trug zu einem rundum gelungenen Feuerwehrfest der 32 Drebacher Wehrleute sowie der 13 Mitglieder der Jugendwehr bei. Und natürlich wurde die Glühwein-Bude gerettet, damit sie beim nächsten Pyramidenanschieben wieder zur Verfügung steht.