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Corona-News

Akuter Borkenkäferbefall im Erzgebirge

Gefahr Kleine Tiere richten großen Schaden an

Eibenstock. 

Eibenstock. Das Thema Borkenkäfer beschäftigt den Staatsbetrieb Sachsenforst nach wie vor - Alexander Clauß, Revierleiter in Schönheide spricht von einer akuten Katastrophensituation: "Der Borkenkäfer dominiert derzeit. Es ist selbst für uns als Forstleute beängstigend." Wichtig sei es, so Clauß, den Befall schnellstmöglich zu erkennen und folglich so schnell wie möglich den Befall zu beseitigen: "Das heißt, die Bäume werden gefällt. Aber damit ist es leider nicht getan. Der Käfer schlummert ja unter der Rinde, egal in welchem Entwicklungsstadium er ist." Das Entscheidende sei deshalb, dass das Holz so schnell wie möglich aus dem Wald heraus gebracht wird. Entweder auf den Trockenlagerplatz, den man in Zschorlau angelegt hat oder sofort ins Sägewerk.

Lagerplatz an der passenden Stelle

"So findet der Käfer, wenn er ausfliegt aus dem Baum, keine neuen Bäume, die er befallen kann." Der Lagerplatz in Zschorlau sei seit dem Sturm "Kyrill" gewählt als Lagerplatz für Fichtenstämme. Es gibt Untersuchungen, dass der Borkenkäfer nicht weiterfliegt als 500 Meter. Der Lagerplatz ist so, dass im Umkreis von 500 Metern und mehr keine Fichtenbestände sind, so Clauß.

Buchdrucker und Kupferstecher im Erzgebirge relevant

Landläufig werde vom Borkenkäfer gesprochen, doch er ist in verschiedene Arten untergliedert. "Artspezifisch für uns im Erzgebirge sind der Buchdrucker und Kupferstecher relevant. Das sind die Arten, die vor allem an die Fichte gehen", erklärt Clauß.

Der Wald sei nicht nur ein Rohstoff-Produzent, sondern auch wichtiger Schutzraum für Tiere und Pflanzen und gleichzeitig ein wichtiger Erholungsort, den es zu pflegen und zu erhalten gilt.



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