Amtsberg: Mischgebiet ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein

Grundstücke Hohe Nachfrage - Mehrere Wohngebiete in Planung

Amtsberg. 

Amtsberg. Die Nähe sowohl zu Chemnitz als auch zum Erzgebirge macht Amtsberg zu einem beliebten Wohnort. "Wir haben eine riesige Nachfrage nach Grundstücken, die wir nicht befriedigen können", sagt Bürgermeister Sylvio Krause. Logisch also, dass sich die Kommune nach Möglichkeiten umschaut, um Platz für neue Eigenheime zu schaffen. Derzeit laufen Gespräche, um in zwei Ortsteilen neue Wohngebiete zu erschließen. Dabei sollen in Dittersdorf zehn Grundstücke entstehen, in Weißbach sogar 25 bis 30. "Aber da befinden wir uns noch in einer Frühphase. Eine kurzfristige Bebauung ist dort nicht möglich", erklärt Krause. Dafür dürfte im Ortsteil Schlößchen bald der Startschuss fallen.

Startschuss im Juni

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat den Bebauungsplan für das Mischgebiet an der Straße am Rittergut beschlossen. 4.800 Quadratmeter groß ist die Fläche auf dem Feld in der Nähe des Generationenhauses "Lebensbaum", fünf Grundstücke sollen dort Platz finden. Die Anschlüsse für die Häuser sollen noch im Juni gelegt werden, sodass mit einem baldigen Baubeginn zu rechnen ist. Neben Wohngebäuden könnten dabei zum Beispiel auch kleine Läden oder ein Frisör vor Ort entstehen. "Da es sich um ein Mischgebiet handelt, könnte sich auch kleines Gewerbe dort ansiedeln", erklärt der Bürgermeister, der allerdings in erster Linie mit einer wohnlichen Nutzung rechnet.

Industrie-Ansiedlung ist möglich

Ursprünglich war an dieser Stelle ein reines Wohngebiet geplant, doch Hinweise vom Regionalen Planungsverband und von der Landesdirektion führten zu einer Änderung und zur erneuten Auslegung als Mischgebiet. Ausschlaggebend dafür war ein gewerblich-industrieller Vorsorgestandort, der sich ganz in der Nähe zwischen Gornau und Amtsberg befindet. "Das hat mit Ereignissen zu tun, die fast 20 Jahre zurückliegen", erklärt Krause. Damals habe sich ein großer Autohersteller in der Chemnitzer Region nach einem Standort umgeschaut, wurde aber nicht fündig. Um in der Folge für solche Anfragen gerüstet zu sein, sei der Regionalplan der umliegenden Landkreise entsprechend angepasst worden. Zu den möglichen Standorten, die festgelegt wurden, gehört auch das Gebiet an der Eisenstraße nahe Schlößchen. Krause geht aber nicht davon aus, dass dort in absehbarer Zeit eine Fabrik entsteht: "Grundsätzlich war es damals keine falsche Entscheidung. Aber das sind Einzelfälle, die selten auftreten."