Anlagen aus Aue werden in die Welt geliefert

Wirtschaft Baugruppen-Elemente für eine Luftzerlegeranlage gehen nach Algerien

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Maik Ludwig (li.) und Mike Bedau (Mitte) sind Mitarbeiter der Multi Industrieanlagen GmbH - hier beim Heften von Rohrsystemen. Rechts Geschäftsführer Stefan A. Gnichtel. Foto: R. Wendland

Aue. Die Multi Industrieanlagen GmbH agiert durch seine Auftraggeber weltweit. Das Unternehmen, das in Aue mit zwei Standorten, einmal an der Zschorlauer Straße und zum anderen im Gewerbegebiet Aue-Alberoda ansässig ist, hat sich als Anlagenbauer auf vorgefertigte Lösungen für verfahrenstechnische Anlagen spezialisiert. In diesem Jahr schaut man auf 20 Jahre zurück - eine Zeitspanne, in der sich die Firma positiv entwickelt hat.

Derzeit zählt man 50 Mitarbeiter und vier Auszubildende. Man erwirtschaftet im Jahr einen Umsatz, der zwischen 6 bis 8 Millionen Euro liegt. Am Stammsitz betreibt man eine Halle mit 2100 Quadratmetern und im Gewerbegebiet ist seit 2013 eine analoge Halle in Betrieb mit der Besonderheit, dass diese eine Deckenhöhe von 15 Metern hat. Insgesamt sechs Kräne sind dort aufgebaut. Die maximale Last, die gehoben werden kann, liegt bei 75 Tonnen.

Im nächsten Jahr wird expandiert

Expansionspläne im Gewerbegebiet sollen 2019 in Angriff genommen werden, wie Geschäftsführer Stefan A. Gnichtel erklärt. Anlagen-Elemente haben schon viele das Werk verlassen. Das jüngste Beispiel sind 19 Baugruppen-Elemente für eine Luftzerlegeranlage, die in Algerien in einem Stahlwerk zum Einsatz kommt. Das Projekt umfasst ein Auftragsvolumen von rund 1 Millionen Euro.

Acht Monate hat die Fertigung in Anspruch genommen. Der Transport, der in drei Etappen erfolgt ist, war stellenweise spektakulär. Das größte Element hat 60 Tonnen gewogen. Der Schwerlasttransport, der sich quasi Meter für Meter aus dem Gewerbegebiet herausgearbeitet hat, war insgesamt 55 Meter lang. Und es geht weiter. Wie Stefan A. Gnichtel erklärt, arbeitet man aktuell an einer großen CO²-Anlage für Finnland.