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Sachsen

Annaberg: Unterer Bahnhof wird zur Forschungswerkstatt der Zukunft

Bauarbeiten Nachhaltiger Strukturwandel in der Region

Annaberg-Buchholz. 

Annaberg-Buchholz. Die Entkernungsarbeiten am nördlichen Kopfbau des Bahnhofsgebäudes Unterer Bahnhof in Annaberg-Buchholz haben in dieser Woche begonnen. Nachdem im Jahr 2020 der Bahnhofsplatz zur Mobilitätsschnittstelle umgestaltet werden konnte, folgt nunmehr die Beseitigung des baulichen Missstandes am Bahnhofsgebäude. Im Rahmen des Förderprogramms Integrierte Stadtentwicklung des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurde der Stadt eine Zuwendung in Höhe von 2,47 Millionen Euro zugesagt.

Die Gesamtkosten der Sanierung des nördlichen Kopfbaus werden rund 4, 26 Millionen Euro betragen. Dabei muss diese im bewilligten Förderzeitraum bis zum 20.06.2022 fertiggestellt sein. Doch nicht nur in der Bausubstanz geht es darum, Altes durch Neues zu ersetzen. Mit diesem ehrgeizigen Vorhaben beschreitet die Stadt Annaberg-Buchholz ebenfalls inhaltlich neue Wege.

Bahnforschungscampus entsteht

Die Sanierung dient der Etablierung einer Außenstelle der Technischen Universität Chemnitz, welche wichtiger Bestandteil des Bahnforschungscampus in Annaberg-Buchholz sein wird.

Des Weiteren wird die regionale, zentrale Kontaktplattform für das Partnernetzwerk des Smart Rail Connectivity Campus, kurz SRCC, im Dachgeschoss des Bahnhofsgebäudes untergebracht sein. Sören Claus, Geschäftsführer der SRCC gGmbH, freut sich bald die Arbeit in den neuen Räumlichkeiten aufnehmen zu können. "Zukünftig wird es möglich sein, sowohl Workshops als auch Forschungen und Versuchsstrecken direkt am Standort durchzuführen", so Claus. Ebenso betont er, dass Neumitglieder im Verein des SRCC e.V. jederzeit herzlich willkommen sind. Passende Beitrittsunterlagen können auf der entsprechenden Webseite heruntergeladen werden.

Österreichische Firma mietet Räume an

Die Firma Frauscher Sensortechnik aus Österreich mietet als erstes Unternehmen zum Zwecke der Forschung für das automatisierte Bahnfahren Räume im nun beginnenden Bauabschnitt. Die entsprechenden Mietverträge sind bereits abgeschlossen oder stehen kurz vor der Unterzeichnung. Alle damit in Verbindung stehenden Aktivitäten bieten die große Chance, nachhaltigen Strukturwandel in der Region zu vollziehen. Auch die nächsten Bauabschnitte sind schon in Planung. So möchte die DB Netz AG im zweiten Abschnitt ein digitales Schulungszentrum einrichten. Für den dritten  Bauabschnitt des südlichen Kopfbaus sind Bundesmittel zur weiteren Etablierung des Innovationszentrums in Verbindung mit der Teststrecke in Aussicht gestellt worden. Damit sollen weitere Netzwerkpartner unmittelbar am Standort ihre Forschung betreiben können.