Aue kassiert Niederlage gegen den HSV Hamburg

Handball Defizite in der Abwehr waren das Problem

Lößnitz. 

Lößnitz . Weitere zwei Punkte auf dem Konto hätten dem EHV Aue gut zu Gesicht gestanden, doch es sollte nicht sein: nach zwei Siegen in Folge gegen die DJK Rimpar Wölfe und TuS Ferndorf, mussten sich die Handball-Zweitligisten gestern Abend vor heimischer Kulisse mit 32:35 (14:16) dem HSV Hamburg geschlagen geben. Mit 500 Zuschauern ist die Erzgebirgshalle in Lößnitz nach den aktuellen Corona-Schutzbestimmungen ausverkauft gewesen. Unter die Fans hatte sich auch die erfolgreiche Rennrodlerin Julia Taubitz gemischt, die Weltcup-Gesamtsiegerin und derzeit schnellste Frau im Eiskanal: "Beim Handball bin ich bisher noch nicht gewesen. Mir gefällt es sehr gut. Für die wenigen Zuschauer ist eine gewaltige Stimmung in der Halle." Beste Werfer im EHV-Team waren Bengt Bornhorn (7/3) und Goncalo Ribeiro, der sechs Treffer gelandet hat. EHV-Trainer Stephan Swat sagt: "Die Abwehr war einfach zu schwach." Der Coach hat es mit einer 4:2 beziehungsweise einer 5:1-Abwehr probiert, die in den letzten Jahren immer gut funktioniert habe gegen Hamburg, aber diesmal nicht gegriffen hat. "Hamburg hat gute Lösungen gefunden", so Swat. EHV-Manager Rüdiger Jurke ist enttäuscht: "Wer zuhause 35 Tore kassiert, kann so ein Spiel nicht gewinnen." In der Partie hat es zwei Rote Karten gegeben. Zum einen auf Hamburger Seite für Niklas Weller nach einen Foul (34.) und zum anderen auf Gastgeberseite (58.) für Kevin Roch, der einen Hamburger Spieler hart von der Seite angegangen ist, ihn aber nicht im Gesicht getroffen hat, wie er selbst sagt. Das Spiel gegen Hamburg müsse man relativ schnell auswerten, denn am Mittwoch geht es bereits weiter, sagt Swat. Dann steht für den EHV Aue 19:30 Uhr das nächste Spiel auswärts gegen den HC Elbflorenz 2006 an.