Aue scheitert im Angriff

Handball Bittere Heim-Niederlage gegen Konstanz

Lößnitz. 

 Es ist gestern ein bitterer Abend gewesen für den EHV Aue. Die Zweitliga-Handballer mussten sich vor heimischer Kulisse mit 1451 Zuschauern in der Erzgebirgshalle in Lößnitz der HSG Konstanz, die im hinten Drittel der Tabelle agiert, geschlagen geben und das denkbar knapp mit 23:24 (10:12). Es ist ein durchaus intensives Spiel gewesen. EHV-Trainer Stephan Swat ist enttäuscht: "Es ist ein bitterer Abend für uns. Wir hätten zumindest einen Punkt mitnehmen müssen. Das haben wir nicht getan und jetzt ist die Drucksituation da, der wir uns alle schon bewusst waren." Der EHV Aue hat nicht wirklich gut ins Spiel gefunden. Bereits nach sieben Minuten lagen die Auer mit 2:5 hinten. Erst in der 21. Minute hat man den ersten Ausgleich zum 7:7 durch Bengt Bornhorn geschafft, der dies beim 8:8 (23.) wiederholt hat. In Führung gegangen ist der EHV durch das Tor von Sebastian Naumann, der zum 9:8 (24.) traf. Bengt Bornhorn legte nach und erhöhte die Führung kurzzeitig auf zwei Tore beim 10:8 (28.). Doch schon kurz darauf war der Ausgleich wieder da beim 10:10 (29.) und danach sind den Gästen noch zwei weitere Tore gelungen und so sind die Auer mit zwei Toren minus in die Kabine gegangen. Stephan Swat sagt: "Wir manövrieren uns immer wieder in Drucksituationen hinein, mit denen wir derzeit nicht umgehen können. Wir werden zu wacklig, verwerfen freie Bälle, erlauben uns vorn dumme Fehler und bringen so Konstanz zurück."

"Schlussphase war sensationell schlecht"

In Hälfte zwei haben die Gäste zunächst richtig angezogen und so ist der EHV mit fünf Toren in Rückstand geraten 10:15 (33.). Die Hausherren haben sich herangekämpft und durch Kevin Roch das 17:17 (41.) geschafft. Bis in die Schlussphase hinein hat es ein ständiges Hin und her gegeben. Bis zum 22:22 (55.). Nachdem Sebastian Naumann Rot gesehen hat in Minute 56, musste er das Spielfeld verlassen. Konstanz ist danach mit 22:23 in Führung gegangen und durch Adrian Kammlodt konnte der EHV Aue wieder ausgleichen zum 23:23 (57.). "In der Schlussphase haben wir sensationell schlecht gespielt", so Swat: "Der Konter in Überzahl 1:30 Minuten vor Schluss, wo wir dem Konstanzer Torhüter den Ball frontal zuspielen, das geht so nicht." Die letzte Aktion dann, so der Coach muss ich vielleicht ein stückweit auf meine Kappe nehmen: "Ich habe nicht angesagt, dass es die letzte Aktion ist. Und dann passiert es, Wir gehen rein, ziehen sofort an und geben Konstanz noch die Chance, das Gegentor zu machen." Und so hat man das Spiel buchstäblich in letzter Sekunde verloren und es verpasst, sich Luft nach unten zu verschaffen. Der EHV Aue steht jetzt auf Tabellenplatz 13. "Wir müssen lernen damit umzugehen und wieder Punkte zu sammeln. Den Abstiegskampf nehmen wir an und der wird noch richtig heiß", da ist Swat sicher.

Das Hauptproblem lag im Angriff

Linksaußen Kevin Roch sagt zum Spiel: "Es war angriffsschwach von unserer Seite. Wir haben lediglich 23 Tor geworfen und zum Ende hin richtig dumme Fehler gemacht im Angriff. Was wir da insgesamt abgeliefert haben im Angriff, war einfach zu wenig und stellenweise kopflos. In der ersten Halbzeit haben wir im Grunde von allen Positionen frei Bälle liegen lassen. Ein Beinbruch mit seien die vielen technischen Fehler gewesen. Situationen, wo wir einfach den Ball verlieren, was dumm gelaufen ist." In der Abwehr 24 Gegentore seien in Ordnung. Man habe zurecht verloren: "Mit 23 Toren gewinnt man selten ein Spiel."