Aues Leuchtturm - Präsident über neues Stadion

Fußball Präsident Leonhardt verteilt Komplimente an alle Partein

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FCE Präsident Helge Leonhardt. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Aue. Seit 2014 ist Helge Leonhardt der Veilchen-Boss, steht dem FC Erzgebirge Aue, dem Traditionsclub, als Präsident vor. Unter ihm stiegen die Mitgliederzahlen an, wurde ab- und sofort wieder aufgestiegen.

Am Freitag übernahm Leonhardt symbolisch das neugebaute Erzgebirgsstadion von Landrat Frank Vogel. Das Ziel ist klar: Auch in diesem Jahr soll in der modernen Fußballarena erstklassig die Zweitklassigkeit unter Beweis gestellt werden. Mit dem Veilchen-Boss sprach Reporterin Katja Lippmann-Wagner.

Die Zeit des Stadionbaus war ganz sicher anstrengend. Sie haben aber immer das gute Zusammenspiel zwischen Landkreis, Verein und Baufirmen betont. Waren das notwendige Freundlichkeiten oder ein ernsthaftes Lob?

Es lief wirklich alles reibungslos. Es wäre schlecht gewesen, wenn es dort Reibung gegeben hätte. So konnte sich jeder auf seine Arbeit konzentrieren. Kompliment an alle Parteien.

Wie viel FCE oder wie viele Pläne des Vereins stecken im Stadion?

Es ist eine Gemeinschaftsarbeit, es geht nur miteinander. Der FCE ist derjenige, der hier Sport treiben und hier ausführen muss. Ohne FCE wäre es bei der Planung nicht gegangen. Die Planer haben es aber auch hervorragend verstanden, sich mit dem produktiven Teil, also mit uns zu verbinden und zu beraten. Mitunter haben wir auch korrigiert und das war immer sehr sachlich und im Gegensatz zu anderen Stadien sehr, sehr positiv.

Wie wichtig war dieser Stadionumbau für Ihren Verein?

Ich denke nicht nur für unseren Fußballclub, sondern für die gesamte Region. Weil wir mit der Fertigstellung dieses "Leuchtturms" als Mitinvestor, Mieter und Betreiber damit ein dreijähriges Gesamtinvestitionsprojekt vorerst beenden und damit die Latte aus eigener Kraft ganz hoch legen.

Man darf nicht vergessen, dass das Gesamtprojekt aus neuem Stadion, neuem Nachwuchsleistungszentrum, Vereinsheim, Geschäftsstelle, Sporthalle und Anlagen auf einem zusammenhängenden Areal besteht. Man schaut damit jetzt nicht mehr von oben nach unten auf uns, sondern umgekehrt.

Wir sind mit diesen glänzenden Rahmenbedingungen, die es so noch nie im Erzgebirge gegeben hat, ein echter Leistungsträger und Magnet für junge Menschen und Sportler, Profis, Fans, Familien und Sponsoren geworden. Unabhängig von der Hebung des Selbstwertgefühls der Menschen sichern wir damit nicht nur den Profifußball sondern sichern auch das weitere Bestehen unserer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die Jugend an uns zu binden und zu erziehen.

Alles lief überraschend geräuschlos ab. Gab es denn wirklich keine Probleme?

Das ist unglaublich: Es gab jeden Tag Probleme, aber lösbare Probleme untereinander. Das ist auch so ein Phänomen, was man bei Großbaustellen sonst hat, dass viel an die Öffentlichkeit dringt. Wir haben Schwierigkeiten intern und hinter den Kulissen geklärt.