Aussichtsbahn macht Dampf

Tourismus Weichen für 10. Saison der EAB sind gestellt

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Am Freitag wurden die Weichen für die neue Saison der Erzgebirgischen Aussichtsbahn gestellt. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Region. Es ist wieder einmal vollbracht: Am letzten April-Wochenende dampft die Erzgebirgische Aussichtsbahn (EAB) in ihre zehnte Saison. Dass an ausgewählten Fahrtagen zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg Züge verkehren ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Resultat umfangreicher Bemühungen.

Gemeinsame Sache

Für das ehrgeizige Projekt ziehen seit 2009 die Kommunen entlang der Bahnstrecke, der Verein sächsischer Eisenbahnfreunde (VSE) mit Sitz in Schwarzenberg, der Tourismusverband Erzgebirge und die Erzgebirgsbahn, zu deren Infrastruktur die Strecke gehört, an einem Strang.

Am vergangenen Freitag wurde die weitere Zusammenarbeit besiegelt: Der Ort dafür passte, denn in einem Speisewagenabteil in luftiger Höhe - mitten auf dem Markersbacher Eisenbahnviadukt - unterschrieben die Partner die Verträge. Dieses gemeinsame Engagement lobten am vergangenen Freitag unter anderem Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer und ihr Annaberg-Buchholzer Amtskollege Rolf Schmidt.

Neuerungen zum Jubiläumsjahr

Die Erfolgsgeschichte der Erzgebirgischen Aussichtsbahn zeigt exemplarisch, was sich alles erreichen lässt, wenn sich Partner einig sind. Dabei wurde immer wieder die Stilllegung der Strecke diskutiert. Letztmalig musste man 2014 zittern. Die Jubiläumssaison bringt nun einige Neuerungen. "Wir haben als neuen Partner die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH gewonnen", sagt Lutz Mehlhorn, Leiter der Erzgebirgsbahn.

Zudem wird in dieser Saison verstärkt auf Dampfbetrieb gesetzt, weil sich Dampfloks in der Vergangenheit als besonderer Magnet erwiesen haben. Eine weitere Neuerung ist ein fester Fahrplan, der an den Fahrwochenenden greift. "Außerdem wollen wir unsere Charterfahrten ausbauen", sagt Axel Schlenkrich, der Geschäftsführer des VSE.