Bad Schlema in Bildern

Schatz Dokumentation an Museum übergeben

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Günter Pönig (re.), der Bruder von Manfred Pönig, hat das Material an Hermann Meinel übergeben. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Wer das alte Schlema aus der Radiumbadzeit aussah, ist heute schwer nachzuvollziehen. Eine Dokumentation aus jener Zeit existiert nicht, lediglich Postkarten und historische Fotos, die meist in Privatbesitz sind. Manfred Pönig hat über sieben Jahre Material zusammengetragen und akribisch Veränderungen im Ort dokumentiert.

Der 72-jährige, der heute in Dresden lebt, wollte seine Ergebnisse in einem Buch festhalten - in der Form war alles vorbereitet. Doch dann ist Pönig an Alzheimer erkrankt. Er hat sich entschlossen, sein Lebenswerk dem Uranbergbaumuseum in seinem Heimatort Bad Schlema zu übergeben, was sein Bruder Günter Pönig jetzt in seinem Namen auch getan hat. Es sind sieben Aktenordner mit je 100 bis 150 Fotos. Das Material wird jetzt museal erfasst und inventarisiert. Museumsleiter Hermann Meinel ist stolz, einen solchen Schatz in Händen zu halten: "Das Problem ist, man hat oftmals keine Landmarke, an der man sich orientieren und Dinge von damals verorten kann."

Daher seien Gegenüberstellungen, wie sie Manfred Pönig zeigt, sehr wichtig. Er hat Fotos von heute grafisch bearbeitet und die Standorte von früheren Gebäuden exakt eingezeichnet. Günter Pönig erklärt: "Die Schwierigkeit war, herauszufinden, exakt an welcher Stelle das Gebäude früher stand." Der 75-jährige Bad Schlemaer sagt auch: "Im Internet hätte mein Bruder für das Material sicher mehrere tausend Euro bekommen, aber Geld hat ihn nicht interessiert. Er will seine Arbeit der Allgemeinheit zur Verfügung stellen."