Begegnungen zwischen zwei Ländern

Projekt Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien

Lößnitz. 

Lößnitz. Junge Leute aus dem Erzgebirge und aus Tschechien sind die Zielgruppe eines Begegnungsprojektes, das jetzt angelaufen ist. Angeschoben hat das Ganze die Interessengemeinschaft Historischer Erzbergbau Lößnitz. Was dahinter steckt, ist einfach erklärt: man will den traditionellen Bergbau mehr ins Bewusstsein speziell bei Kindern und Jugendlichen rücken. Geplant sind in diesem Zusammenhang Projekttage mit Schülern aus Deutschland und Tschechien und auch eine Projektwoche soll es jetzt im Oktober geben.

"Es geht darum, Begegnungen zwischen den Menschen zu schaffen"

Das Begegnungsprojekt läuft im Rahmen des Kooperationsprogrammes zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik. Der aktuelle Förderzeitraum geht noch bis 2020. Jens-Uwe Merx ist freiberuflicher Projektmanager und koordiniert. Der 50-Jährige aus Jena sagt: "Es geht darum, Begegnungen zwischen den Menschen zu schaffen." Aktuell waren Viertklässler der Grundschule Neustadt aus Lößnitz in den Kuttengrund zwischen Lößnitz und Aue eingeladen und haben dort zusammen mit Auszubildenden aus dem tschechischen Toužim einen Projekttag erlebt.

Die Gäste aus dem Nachbarland stecken in einer Ausbildung im Bereich der grünen Berufe - etwa im Garten- und Landschaftsbau. Sie waren zu einer Projektwoche in Sosa und haben einen Exkursionstag genutzt, um einiges rund um den Bergbau zu erfahren und kennenzulernen. Die Schwerpunkthemen des Tages waren natürlich der Bergbau, aber genauso auch Wald und Jagd. Hinzu kam Sprachanimation. "Dort werden deutsche Kinder an die tschechischen Grundbegriffe herangeführt und die Tschechen an die deutschen", erklärt Merx.

Momentan fehlen noch die Fördermittel

Im Kuttengrund tickt bei der Interessengemeinschaft Historischer Erzbergbau Lößnitz noch immer der Wunsch im Hinterkopf, das Kuttenhaus wiederaufzubauen. Doch bisher standen keine Fördermittel zur Verfügung. Auf das Große und Ganze gesehen, meint Merx: "Investitionsprojekte sind in der aktuellen Förderperiode nicht mehr möglich. Wir wollen aber über Kleinprojekte Kontakte herstellen zu Projektpartnern. Und ab der neuen Förderperiode, die hoffentlich 2021 beginnt, wollen wir dann in den Bereich Investition gehen." Frank Rother von der Stadtverwaltung Lößnitz fügt hinzu: "Dort wollen wir versuchen, das Thema Huthaus-Neuaufbau zu platzieren, um voranzukommen."