Bergarbeiterkrankenhaus soll Ambulanzzentrum werden

Veränderung Neuausrichtung für Standort geplant

Schneeberg. 

Schneeberg. Im Bergarbeiterkrankenhaus Schneeberg (BAK), das ein Unternehmen des Klinikums Chemnitz ist, stehen Veränderungen an - die Einrichtung soll zum führenden Ambulanzzentrum im Erzgebirge ausgebaut werden. Ein entsprechendes Konzept haben die Hauptgesellschafter dem Schneeberger Stadtrat und den Mitarbeitern vorgelegt.

Verknüpfung von ambulanten Zentren

Der Standort soll neu ausgerichtet werden, um dem ambulanten Bedarf Rechnung zu tragen, heißt es. Bausteine einer ambulanten Basisversorgung mit Notfallkomponente und einer ambulanten Versorgung sind vorgesehen. Außerdem sollen ein wesentlicher Teile der Stationsbereiche für die Altenpflege gemeinsam mit der Poliklinik und den Sozialbetrieben Mittleres Erzgebirge, beides Tochterunternehmen des Klinikums Chemnitz, genutzt werden. Am Standort sollen mehrere ambulante Zentren verknüpft werden. So sieht es die Planung vor.

Reaktion auf Altersstruktur in der Region

Ebenso soll ein Umbau zu einer hochwertigen Pflegeeinrichtung erfolgen. Der Stationsbetrieb soll voraussichtlich zum Ende des Monats Juni im kommenden Jahr eingestellt werden. Zum Hintergrund der Planungen sagt Dirk Balster, Vorsitzender des BAK-Aufsichtsrats, man reagiere auf die besondere Entwicklung der Altersstruktur in der Region. Man habe verschiedene Varianten intensiv geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass eine stationäre Akutversorgung in solch einer kleinen Einheit und in der Nähe eines Schwerpunktversorgers langfristig medizinisch keinen Sinn habe.

Auch habe man mit zahlreichen gesetzlichen Vorgaben zu kämpfen, beispielsweise mit Personaluntergrenzen, Mindestmengen und häufig auch mit abrechnungsrelevanten Strukturvorgaben. Gerade für kleinere Krankenhäuser sei es zunehmend immer schwerer, diese zu erfüllen.