• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Bergleute fahren wie ihre Altvorderen auf Hoffnung

ausblick Marc Schwan und seine Mannschaft geben niemals auf

Frohnau. 

Frohnau. 2020 - das besondere Jahr mit Corona-Krise und den damit einhergehenden Einschränkungen geht seinem Ende entgegen. Vieles ist geschlossen, Kultur ist nicht mehr möglich und selbst die Vereine kämpfen um ihre Zukunft. Auch im Markus-Röhling-Stolln in Frohnau stehen alle Räder still. Doch die Ruhe trügt. Denn hinter den Kulissen sind Marc Schwan als Vorsitzender des Vereins Altbergbau "Markus-Röhling-Stolln" Frohnau und seine ehrenamtlichen Vereinsmitglieder fleißig am Werkeln. Dazu sagt der Chef: "Wir fahren jetzt auf Hoffnung, so wie unsere Altvorderen. Diese hatten auch Situationen, wo Erzadern mit einem Schlag weg waren. Genauso geht es uns jetzt. Mit einem Schlag sind auch unsere Erzadern, nämlich die Touristen weg. Doch dank Förderungen können wir die laufenden Kosten abdecken und sogar mit unserem neuen Rundweg Untertage starten." Und genau das ist der Punkt: Stillstand kommt für Marc Schwan und den Verein nicht in Frage.

Hoffnungsschimmer nach dem ersten Lockdown

Nach der Schließung im Frühjahrs-Lockdown konnte sich das Besucherbergwerk im August über 3.330 Besucher freuen. Das war der beste August seit 2016. "Vor dem ersten Lockdown hatten wir auch schon mehr Besucher als sonst. Ich führe das auf den Welterbetitel zurück. Wir nutzten die Zeit, um unser neues Erscheinungsbild - vom Logo über die Internetseiten bis hin zu den Eintrittskarten und Briefköpfen - fertigzustellen sowie an der Technik zu arbeiten. Fünf Grubenloks sind nun einsatzbereit und betriebssicher. Außerdem haben wir den Namen 'Markus Röhling' schützen lassen", so Marc Schwan. Denkt der Chef allerdings an die ausgefallenen Mettenschichten, dann wird ihm ganz komisch zumute und doch ist für ihn klar: "Wir machen das Beste daraus und haben schon mal neue Kittel für unsere Bergwerksführer angeschafft. Es geht also weiter. Freuen wir uns alle auf das neue Jahr unter normalen Bedingungen. Glück Auf!"