Bergmannsklänge in der Kirche

Aktion Kulturverein organisiert Konzert am 30. Oktober

Marienberg. Seit Herbst 2009 besteht der Kulturförderverein in Marienberg. Die derzeit 20 Mitglieder haben sich vorgenommen kulturelle Projekte in der Bergstadt und natürlich auch in allen Ortsteilen zu unterstützen und zu fördern. Dabei steht der Verein allen Interessierten offen. Als erste größere Aktion hatten die Mitglieder die Beschilderung 18 ausgewählter historischer Objekte und Gebäude im Stadtgebiet auf die Beine gestellt. So erläutern nun zum Beispiel am Roten Turm oder am Zschopauer Tor, Besuchern und Einheimischen dezente Plexiglasschilder die Besonderheiten des jeweiligen Gebäudes. "Das System ist natürlich jederzeit auch auf wichtige Gebäude in den Marienberger Ortsteilen erweiterbar", betonte Vereinsmitglied Klaus Wenzel. Zweimal jährlich finden im Verein vollständige Mitgliederversammlungen statt, dazwischen treffen sich die verschiedenen Arbeitsgruppen nach Notwendigkeit. Als aktuelles Projekt widmet sich der Verein der Durchführung eines großen Bergmannskonzertes in der Kirche St. Marien in Marienberg. Gespielt werden sollen dabei Musikstücke mit bergmännischem Hintergrund, dabei wirken Laien und Profis, zum Beispiel von der Erzgebirgischen Philharmonie, gemeinsam mit. Mit Bedacht gewählt wurde auch der Zeitpunkt des Konzertes am 30. Oktober um 20 Uhr soll es stattfinden. "Das Konzert findet am Vorabend des Reformationsfestes statt, weil das Gedankengut des Reformators Martin Luther bei den Bergleuten damals großen Anklang gefunden hat", weiß Klaus Wenzel. Außerdem würde sich die Reformation in Marienberg dieses Jahr zum 475. Mal jähren weiß der Pfarrer im Ruhestand. Das Amt Wolkenstein, wozu Marienberg damals gehörte, sei das erste in Sachsen gewesen, in dem die Reformation eingeführt wurde.