Biathletin Denise Herrmann in Top-Form für die WM

Wintersport Kampf um Medallien und Titel im italienischen Antholz

Vom 13. bis 23. Februar geht es bei den IBU Biathlon-Weltmeisterschaften im italienischen Antholz um Titel und Medaillen. Mark Kirchner, Bundestrainer Biathlon: "Der Einstieg in die Saison ist fast schon traditionsgemäß etwas durchwachsen ausgefallen. Aber das ist auch der Trainingskonzeption geschuldet. Eine weiterformierte Männermannschaft hat auch in der Breite gute Leistungen angeboten, mit drei Athleten, die schon auf dem Podium standen. Auch Philipp Nawrath und Philipp Horn haben mit ihren Top-6-Platzierungen gezeigt, dass sie in dem erweiterten Kreis der Weltspitze angekommen sind. Das stimmt positiv.

Höhenanpassung vorschalten

Mit am Start geht mit Denise Herrmann auch eine Erzgebirgerin. "Die Anspannung steigt schon und die Vorfreude wird größer. Ich bin mit Karo kurzfristig ein paar Tage eher nach Südtirol gefahren, auf die Seiser Alm, um die Top-Bedingungen für Ausdauereinheiten zu nutzen und schon vor der Vorbereitung in Ridnaun die Höhenanpassung vorzuschalten. Im Hinblick auf die nächsten Großereignisse muss man sich mit dem Thema Höhenanpassung schon auseinandersetzen. Für mich ist es wichtig, dass ich gut angepasst bin, weil ich es sonst muskulär schnell merke. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, schon früh und regelmäßig in die Höhe zu fahren.

Noch eine Schnippe drauflegen

Wenn man es geschafft hat, Weltmeisterin zu werden, will man das natürlich mit bester Performance möglichst nochmal schaffen. Aber wieder Gold zu erwarten, das ist falscher Druck. Ich möchte einfach meine beste Leistung vom Jahr abliefern. Bei mir ist der Schießstand noch Dreh- und Angelpunkt. Körperlich bin ich gut in Schuss. Die Laufform ist konstant, aber man muss zur WM trotzdem nochmal eine Schnippe drauflegen können, um überhaupt um die Medaillen mitkämpfen zu können", so die WSC-Erzgebirge-Sportlerin."