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Corona-News

Bibliotheken hoffen dank neuer Technik auf neuen Schwung

Modernisierung Neue Tablet-Sets sollen in Zschopau und Olbernhau helfen

Zschopau/Olbernhau. 

Zschopau/Olbernhau. Noch immer ist nicht ganz klar, wann in den Bibliotheken wieder normaler Betrieb herrschen wird. Fest steht aber schon jetzt, dass die Einrichtungen im mittleren Erzgebirge für einen großen Andrang gerüstet sind. Schließlich wurde die Corona-Pause eifrig genutzt. Nicht nur für routinemäßige Aufgaben wie Bestandssichtung oder Katalogisierung, sondern auch für technische Aufrüstung. Neben neuen Büchern und CD's wurden beispielsweise in Zschopau und Olbernhau neue Tablet-Klassensätze angeschafft, damit Schüler künftig auch auf digitale Weise in die Literatur vordringen können.

Pandemie lässt Zahl der Nutzer sinken

"Dabei geht es um Medienkompetenz. Die Kinder sollen für die Recherche im Internet geschult werden", sagt Silke Dost. Der Leiterin der Zschopauer Stadtbibliothek liegt die Arbeit mit der Jugend ganz besonders am Herzen. Deswegen wurde der Markt auch schon wieder mit Blick auf den Buchsommer 2021 gesichtet - ein Projekt, das speziell bei Lesern im Alter von 11 bis 16 Jahren Interesse wecken soll. Ebenso spielen soziale Medien eine wichtige Rolle, um den Kontakt zur jungen Generation zu wahren. So wird beispielsweise gerade an einem neuen Video gefeilt, um den Auftritt der Einrichtung bei Youtube aufzupeppen. Engagement ist gefragt, denn natürlich haben die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen ihre Spuren hinterlassen. So ist die Zahl der aktiven Nutzer im Jahr 2020 um 955 auf 1538 gesunken. Ein Minus von reichlich 38 Prozent, das mit der zeitweiligen Schließung zu tun hat. Auch im derzeitigen zweiten Lockdown können Medien nur nach telefonischer Absprache abgeholt werden.

Nachholbedarf speziell im Kinderbereich

Die Olbernhauer Bibliothek ist zwar weiterhin geöffnet, doch auch dort hat die Resonanz deutlich nachgelassen. Unter der Einhaltung der Corona-Regeln, die keine Sitzgelegenheiten zum Lesen vorsehen, dürfen Nutzer nur noch bis zu 20 Minuten in den Räumen verbringen. "Im Vergleich zur Besucherzahl vor der Pandemie sind es etwa nur noch zwei Drittel", schätzt Leiterin Sabine Fritzsch. Am größten sei der Einbruch im Bereich der Kinder, die in Zeiten krasser Kontaktbeschränkungen schwer zu erreichen seien. "Dabei ist gerade in diesem Bereich die Leseförderung ganz wichtig", betont die Olbernhauerin. Zwar schauen immer noch einige Kita- und Hort-Erzieherinnen vorbei, um Bücher für Kinder abzuholen. Doch sei das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sabine Fritzsch hofft deshalb, dass die Initiative "Nationaler Lesepakt" für frischen Schwung sorgen kann. Genauso ruht in Olbernhau die Hoffnung auf neuer Technik. "Im Vorjahr gab es viele Fördermittel", berichtet die Leiterin. Neuanschaffungen wie die Tablets konnten bislang noch nicht genutzt werden, sollen sich aber bald auszahlen. Ebenso wie die Veranstaltungen der Einrichtung. Denn genau wie in Zschopau wird auch in Olbernhau viel unternommen, um Interesse zu wecken. Dazu gehören beispielsweise Angebote für Vorschüler und Grundschüler, die jede Woche Kinder für Bücher begeistern sollen.



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