Bürger wollen die Initiative ergreifen

Windenergie In der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen Vorhaben in Amtsberg

Amtsberg. 

Amtsberg. Die Pläne einer Freiberger Firma, in Amtsberg einen Windpark zu errichten, werden konkreter. So ging bei der Gemeinde nun eine offizielle Anfrage nach sogenannten Ausgleichsflächen ein. Für die geplante Anlage mit fünf riesigen Windrädern auf dem Feld zwischen Weißbach und Gelenau könnte Amtsberg andere Bereiche für eine Renaturierung vorschlagen. Obwohl damit eventuell eine Lösung für Industriebrachen wie die Papierfabrik zu finden sei, entschied sich der Gemeinderat gegen eine Antwort auf die Anfrage. "Damit würden wir der Firma in die Karten spielen", betonte Mathias Gläser.

Der Eindruck, dass das Windenergie-Projekt Unterstützung finden könnte, soll auf keinen Fall entstehen. Stattdessen lehnt die Gemeinde das Vorhaben ab - ebenso wie der Großteil der Bevölkerung. Dies wurde auf der gut besuchten Gemeinderatssitzung deutlich, als Besucher in der Bürgerfragestunde das Wort ergriffen. Dabei wurde klar, dass sie aktiv werden wollen. Von einer Unterschriftensammlung über ein Bürgerbegehren bis hin zur Gründung einer Bürgerinitiative reichten die Vorschläge. Dabei haben sich einige Amtsberger bereits an anderen Orten kundig gemacht, wo es Widerstand gegen ähnliche Windenergie-Vorhaben gibt.

Auch die Gemeinde hat sich Rat geholt - und will dies vertiefen. "Wir werden nicht ohne juristische Begleitung sein", kündigte Sylvio Krause an. Gleichzeitig betonte der Bürgermeister, dass ein offizieller Antrag für den "Windpark Amtsberg" beim Landratsamt noch nicht vorliegt. Zu erwarten sie dieser jedoch spätestens im Mai. Im Herbst könnte es dann zu einer öffentlichen Auslegung kommen, der kurz darauf ein Erörterungstermin folgt, bei dem alle Einwände vorgebracht werden können.