Burkhardtsdorfer malt um den Europameistertitel mit

Wettstreit 500 junge Fachkräfte zeigen ihr Können

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Johann Seifert beim Tapezieren. Foto: Georg Dostman

Burkhardtsdorf. Johann Seifert hat einen ehrgeizigen Plan: der beste Maler Europas zu werden. Für dieses Ziel peilt der 22-Jährige den ersten Platz bei den EuroSkills 2016 in der Fachrichtung Maler und Lackierer an. Bei dem Event, das vom 1. bis zum 3. Dezember im schwedischen Göteborg stattfindet, handelt es sich um eine alle zwei Jahre stattfindenden Europameisterschaft der Berufe.

Da Johann Seifert bereits 2014 Deutscher Meister in seiner Fachrichtung wurde und sich zudem im März 2015 auf der Internationalen Farbmesse in München bei einem Auswahlwettbewerb durchgesetzt hat, kann er nun den nächsten Schritt gehen und an den EuroSkills teilnehmen. "Ich schätze an den dort stattfindenden Wettbewerben, dass sie sehr praxisbezogen sind", sagt der Burkhardtsdorfer. Zu seinen Aufgaben wird das Erstellen eines Logos, das Tapezieren einer Wand, das zweifarbige Lackieren einer Tür, das Nachmischen von vier Farbtönen sowie das Ausführen einer freien Technik gehören. "In diesem Fall habe ich mich für eine Rostimitation entschieden", ergänzt Johann Seifert. Für die fünf Aufgaben wird er an den drei Tagen insgesamt 18 Stunden Zeit haben. Nervös ist er noch nicht. "Ich habe nur Angst, dass vor Ort etwas nicht funktioniert, da zum Beispiel bestimmte Materialien gestellt werden", sagt er. Insgesamt nehmen an den Wettbewerben 15 Maler aus 15 verschiedenen Ländern teil. Johann Seifert räumt ein, dass er bislang keinen der anderen Teilnehmer kennt.

Anfang Oktober begann Johann Seifert bereits mit den Vorbereitungen für sein Ziel. Fünf Tage pro Woche verbrachte er in der Handwerkskammer Chemnitz und übte mit seinem Trainer Maik Brinkmann. "Da ich im Betrieb meiner Eltern tätig bin, haben sie mich für diese Zeit freigestellt", erzählt Johann Seifert. Vom 6. bis zum 19. November hielt er sich zudem für zwei Wochen in München auf, um dort mit Matthias List, dem Trainer des Malernationalteams, zu trainieren.

Am 29. November wird Johann Seifert bereits nach Göteborg fliegen, um sich dort seinen Arbeitsplatz einzurichten. Insgesamt kostet ihn die Teilnahme an den EuroSkills etwa 15.000 Euro. Darunter fallen auch seine Fehlzeit und die Anschaffung von Materialien und Werkzeugen. Er gesteht: "Ohne Sponsoren wäre das nicht möglich gewesen."