Couragierter Feuerwehrmann warnt Unternehmer

Verärgerung Guter Name diente als Türöffner

Grünhain-Beierfeld. 

Grünhain-Beierfeld. Kommissar Zufall hat der freiwilligen Feuerwehr Grünhain-Beierfeld in dieser Woche geholfen, einen Imageschaden abzuwenden und vielleicht ein bisschen des guten Rufs zu verlieren, den die Blauröcke in ihrer Kommune genießen. Denn angeblich im Namen der Jugendfeuerwehr Beierfeld meldete sich eine Chemnitzer Firma telefonisch bei Unternehmen, die in der Stadt ansässig sind und baten um eine Spende für einen Anhänger, der anzuschaffen sei.

Vorsicht! Ähnliche Fälle in der Umgebung gemeldet

"Wir als Feuerwehr wussten davon überhaupt nichts und erst recht nicht, hat die Firma in unserem Auftrag angerufen", ärgert sich Stadtteilwehrleiter Jörg Zimmermann. Er ist der festen Überzeugung, dass die Jugendfeuerwehr lediglich als Türöffner für Werbegespräche genutzt werden sollte.

Bereits Anfang der Woche hatte Zimmermann durch ein bekanntes Unternehmen davon erfahren, dass es solche Anrufe gibt. "Es ist natürlich immer unangenehm, wenn man solche Dinge erfährt und wir dann auch noch gefragt werden, warum wir jemanden anderen damit beauftragen und warum, wir schon wieder finanzielle Unterstützung benötigen", erklärt der Stadtteilwehrleiter die unschöne Situation. Was er in diesem Moment noch nicht wusste - kurze Zeit später ereilte ihn selbst ein solcher Anruf. "Ich habe die Person dann natürlich in ein Gespräch verwickelt und mich nach einer Weile als Stadtteilwehrleiter zu erkennen gegeben", muss der 46-Jährige lächeln. Denn das Telefonat sei von der anderen Seite her anschließend sehr schnell beendet worden. "Daran allein sieht man ja schon, dass das alles nicht stimmte", so Zimmermann, der Geschäftsführer der GAZIMA GmbH im Stadtteil Grünhain ist.

Couragiert, wie man ihn als Blaurock kennt, postete er bei Facebook, deckte damit die Masche auf und warnte gleichzeitig damit auch andere Firmen.

Mittlerweile distanzierte sich auch der Kreisfeuerwehrverband von solchen Anrufen.