Das unkaputtbare Osterei

Leute Chemnitzerin zeigt traditionelle und einzigartige Technik

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Oliver Rönner-Jawernig ist von Ulrike Samusch und ihrer Malkunst absolut begeistert. Foto: Ilka Ruck  Foto: Ilka Ruck

Gelenau. Wer kennt sie nicht, die bunten, wunderschön bemalten Holzostereier, die schon immer die Ostergestecke und -sträuße verziert haben. Bei all den zahlreichen Techniken mit denen heutzutage in der Eiermalerei gearbeitet wird, gibt es sie trotzdem noch.

Erinnerungen an Kindheitstage

Es macht Spaß und entführt doch irgendwie in die Kinderzeit, wenn man im Gelenauer Depot Pohl-Ströher während der aktuellen Osterschau Ulrike Samusch aus Chemnitz auf die Finder schaut. Die 61-Jährige ist eine Frohnatur, die gern ihre Erfahrungen weitergibt. Das beeindruckte sogar Oliver Rönner-Jawernig aus Peine bei Hannover. Der junge Koch war von Ulrike Samusch und ihrer Kunst sofort überwältig und schwärmte: "Ich finde die Schau einfach toll. Vor allem über die Vielfalt und die alten aber auch neuen Techniken kann ich nur staunen." Klar, dass der Gast bei der Hobbykünstlerin hängenblieben ist und ihren Oster-, und DDR-Geschichten lauschte.

Fröhlich erzählte Ulrike Samusch: "Ich bin nicht das Kunstei, sondern das 'unkaputtbar' Ei. Meine Mutti war Stoffmalerin und mein Vati Graveur, so wurde mir das Malen regelrecht in die Wiege gelegt." Doch die Chemnitzerin ist auch pfiffig. Ärger beim Aufhängen der Eier gibt es bei ihr nicht. Sie erfand kurzerhand eine neue Technik, um die Fäden kinderleicht am Ei einzufädeln. Und die EU-Rentnerin weiß sich auch sonst zu helfen.

Im Depot kann man die Techniken bewundern

Um die Farbe ganz filigran aufs Ei zu bringen, spannt sie die Holzeier in ihre Kinderdrehmaschine ein und funktioniert einen Bleistift inklusive Nagel oder einen Kinderholzlöffel zum Werkzeug um. Wer das Unikum aus Chemnitz erleben möchte, der sollte sich einen Besuch im Depot bis zum 15. April vormerken. www.lopesa.de