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Demenz-Krankheit mal von einer anderen Seite

Awo-initiative Betroffene und Angehörige sollen Unterstützung durch Koffer erhalten

Breitenbrunn.  Kerstin Klöppel hat sich Ende 2016 die Frage gestellt, wie sie Menschen das Thema Demenz näher bringen kann. "Ich bin bei meinen Überlegungen dabei auf die Idee eines Demenzkoffers gekommen", erzählt die Projektmitarbeiterin bei der AWO Erzgebirge. Dieser Vorschlag wurde schließlich in die Tat umgesetzt.

Literatur für Interessierte und Dementkranke

Die Anschaffungskosten in Höhe von 500 Euro konnten durch die Sparkassenlotterie organisiert werden. Ende 2017 bestellte sie schließlich die Koffer sowie die Materialien dafür, darunter Bücher und Broschüren. "Die Literatur reicht von Geschichten zum Thema Demenz über Informationsbücher bis hin zu Gesangsbüchern für die Dementen selbst", erklärt die 34-Jährige. Außerdem sind auch Kinderbücher mit beigelegt, in denen die Krankheit auf einfache Art und Weise für Kinder und Jugendliche erklärt wird. Der Demenzinformationskoffer entstand im Rahmen des Bundesmodells "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz". Das Programm wird durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Kinder gefördert.

"Wir möchten damit die Gesellschaft für das Thema sensibilisieren und die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen", sagt die Eibenstockerin. Ein Koffer bekam der Sozialdienst der Kliniken in Erlabrunn, die den Koffer zukünftig an Angehörige verleihen möchten. Für den zweiten und dritten Koffer haben sie bislang noch keine konkrete Vorstellung und sind für weitere Ideen offen. Die Ausleihe ist kostenfrei, Interessierte können sich telefonisch unter 037462638525 an Kerstin Klöppel oder Luise Preiß wenden.



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