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Der erste Bauabschnitt einer der ältesten Papiermühlen ist geschafft

Sanierung Papiermühle Niederzwönitz ist eine der ältesten, noch funktionsfähigen Papiermühlen Deutschlands

Zwönitz. 

Zwönitz. Die Papiermühle Niederzwönitz ist heute ein technisches Museum. Im Jahr 1568 erstmals urkundlich erwähnt, ist es eine der ältesten, noch funktionsfähigen Papiermühlen Deutschlands.

Natürlich ist man seitens der Stadt Zwönitz daran interessiert, ein solch bedeutendes Zeugnis der Industriekultur zu erhalten. Um zum einen die Gebäudesubstanz zu erhalten und zum anderen die Attraktivität des Museums für Besucher zu steigern, hat man eine umfassende Sanierung und Neugestaltung in Angriff genommen. Das Gebäude ist saniert und die baulichen Schäden, die über die Jahre entstanden sind, hat man beseitigt. Wolfgang Triebert, Bürgermeister von Zwönitz, sagt: "Wir sind froh, dass wir alles geschafft haben." Der erste Bauabschnitt im Technischen Museum Papiermühle Niederzwönitz ist abgeschlossen. Investiert worden sind bis zu diesem Zeitpunkt 800.000 Euro.

Bei der Sanierung ist man auf so manche Überraschung gestoßen. Das so eine Sanierung nicht zu 100 Prozent so läuft, wie man es plant, ist schon durch die Bausubstanz begründet. So war unter anderem die gesamte Ostfassade durch Feuchtigkeit so stark beschädigt, dass sie komplett erneuert werden musste, Balken, wie auch das Fachwerk. Bei der Gründung des Wasserrades sind statische Probleme aufgetreten. Also bestand auch dort Handlungsbedarf in Form von Nachbesserungen.

Zweiter Bauabschnitt muss noch genehmigt werden

Im zweiten Bauabschnitt, der noch folgen soll, nimmt man sich das Kopfgebäude des Areals vor. Das Gebäude muss entkernt werden. Und wie Wolfgang Triebert es erklärt, müsse ein neues Gebäude in das bestehende Gebäude gebaut werden. In dem neuen Foyer-Bereich will man eine Schauwerkstatt etablieren, wo Papier und Pappe verarbeitet wird. Die Papiermacherwerkstatt soll so umgestaltet werden, dass auch im Winter das Papierschöpfen vorgeführt werden kann. Geplant ist zudem ein Kreativraum und es sollen museumspädagogische Angebote geschaffen werden.

Im Außengelände ist ein Wasserspielplatz angedacht. Was den zweiten Bauabschnitt angeht, müssen Fördermittel beantragt und der Bauantrag gestellt werden. Man rechnet für diesen Teilabschnitt mit einer Investition von 2 Millionen Euro.