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Der Fichtelberg bekommt eine neue Attraktion

Bauarbeiten Fly-Line: Nur fliegen ist schöner

Oberwiesenthal. 

Oberwiesenthal. Der Fichtelberg wird Anfang September mit der Fly-Line um eine Freizeit-Attraktion reicher sein. Seit knapp drei Wochen laufen die Bauarbeiten der italienischen Firma Fly-Line. Firmenchef Markus Neumair geht davon aus, dass der Fertigstellungs-Termin gehalten werden kann, trotz dass sich wegen des behördlichen Genehmigungsverfahrens die Arbeiten verzögerten.

Passagiere fliegen zwischen den Bäumen hindurch

Bauherr ist die Liftgesellschaft Oberwiesenthal mbH, die auch Betreiber der Anlage sein wird, die die Eigenschaften einer Zipline, einer Achterbahn und einer Sommerrodelbahn vereinigt. Sie besteht aus einem Tragrohr aus Edelstahl, welches sich in Kurven und Schleifen durch den Wald hinunter schlängelt.

Beinahe lautlos "fliegt" der Passagier im Sitzgurt wie ein Vogel durch die Bäume. Start ist am oberen Ringweg direkt an der Bergstation des Höhenliftes.

Von dort aus schlängelt sich die Anlage durch den Wald über die Freiflächen bis zur Talstation mit einer sanften und sicheren Landung. An einem speziell entwickelten fliehkraftgebremsten Schlitten lassen sich die Geschwindigkeiten regulieren, sodass dieser Flug mit um die 10 km/h ein unvergessliches Erlebnis wird. Mit der Anlage in Oberwiesenthal gibt es dann weltweit zehn Stück dieser Art.

Längste Bahn der Welt

Zwei davon stehen bislang in Deutschland, einmal in Saarbrücken mit einer Bahnlänge von 330 Metern. Die dortige Anlage überwindet einen Höhenunterschied von 35 Metern. Eine weitere findet sich im fränkischen Enderndorf. Sie weist eine Bahnlänge von 560 Metern auf und hier geht es bei einem Höhenunterschied von 55 Metern ins Tal.

Nun zieht auch Sachsen nach. "Bei einem Höhenunterschied von 300 Metern beträgt die Bahnlänge 1550 Meter. Sie ist damit nicht nur die längste in der Welt, sondern auch die größte, die wir bislang gebaut haben", sagte Firmenchef Markus Neumair.