Die Papiermühle hat Potenzial

Besonderheit Zwönitz hat eine unheimliche Vielfalt am Museen

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Eckhard Stölzel ist Museumsleiter in der Papiermühle in Zwönitz. Foto: R. Wendland

Zwönitz. Auf den ersten Blick ist es vielleicht nicht so deutlich erkennbar, doch schaut man genauer hin, stellt man fest, dass die Stadt Zwönitz eine unheimliche Vielfalt an Museen hat. Das ist unter den Städten mit 12.000 Einwohnern ein interessantes Alleinstellungsmerkmal.

Die Liste der Museen ist lang: genannt seien das Technische Museum "Papiermühle" in Niederzwönitz, das Heimatmuseum und Technische Denkmal "Knochenstampfe" in Dorfchemnitz, die Raritätensammlung Bruno Gebhardt, das vom EZV Hormersdorf betriebene Heimatmuseum, der Christliche Erlebnisgarten in Brünlos und nicht zuletzt der Weihnachtsberg, der sich im Privatbesitz der Familie Kobel in Brünlos befindet.

Die Besucherzahlen sind bescheiden

Das bedeutendste Museum der Stadt ist die Papiermühle. Doch Museumsleiter Eckhard Stölzel hat Sorgen, denn die Besucherzahlen sind rückläufig. Die Bilanz von jährlich rund 3500 Besuchern ist eher traurig. In Zwönitz hat man sich die Frage gestellt: Was tun? Der Stadtrat hat sich in seiner Mai-Sitzung entschlossen, nicht nur auf Erhaltungsmaßnahmen hinzuarbeiten, sondern zu investieren.

Letztes Jahr wurde ein Anbau an die Papiermacherwerkstatt realisiert. Dieser ist jetzt Bestandteil eines neuen Museumskonzeptes. Die Verwaltung erhofft sich künftig steigende Besucherzahlen. Für 2017 sind insgesamt 390.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Doch man ist sich bewusst, dass diese Summe nicht ausreichen wird. Einig ist man sich, das die Papiermühle Potenzial hat - es ist ein authentischer Ort mit Traditionen, der noch erlebbarer gemacht werden müssen.