Doppelter Einsatz für Lucy Glöckner

Motorsport 27-Jährige aus Krumhermersdorf bei Langstrecken-Rennen und IDM im Einsatz

Lucy Glöckner raste mit ihrem Team NRT48 beim Langstrecken-WM-Rennen auf Platz vier. Foto: Thorsten Horn

Oschersleben/Krumhermersdorf. Als die World Endurance Championship, die Langstrecken-WM für Motorräder, am vergangenen Wochenende zum nun schon 21. Mal in der Motorsport Arena Oschersleben gastierte, war auch Lucy Glöckner wieder mit von der Partie.

Die 27-jährige Krumhermersdorferin bestritt als eine von Wenigen aber nicht nur das Rennen über die Distanz von acht Stunden in einem üblichen Dreier-Team, sondern zusätzlich die beiden ins Rahmenprogramm aufgenommenen (Sprint-)Rennen zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in der Top-Klasse "Superbike".

Den Top-Teams fast einen Podestplatz geklaut

Das Training für Endurance-WM-Lauf verlief für Lucy und ihr BMW-Team NRT48, in dem neben ihr Kenny Foray aus dem Mutterland des Motorrad-Langstreckensports Frankreich und der Österreicher Stefan Kerschbaumer antraten, schon mehr als erfreulich. Mit Platz vier hatte man sich genau zwischen die sechs seit Jahren die WM beherrschenden Top-Teams geschoben.

Auch im Rennen mischte die Startnummer 48 von Beginn an ganz vorn mit und führte dieses mehrfach sogar an. Am Ende landete man mit einer Runde (3,667 km) Rückstand auf dem in der Regel undankbaren vierten Platz, was man aber in diesem Fall als absoluten Erfolg werten muss. "Es lief alles nach Plan. Wir waren stark genug für das Podium, aber die anderen Teams sind ja nun auch keine Nasenbohrer. Mit dem vierten Platz sind wir dennoch sehr glücklich", kleidete die sächsische Rennamazone ihre Gefühle anschließend in Worte.

In den beiden IDM-Rennen fuhr Lucy Glöckner auf einer Kawasaki mit ebenfalls 1.000 ccm zweimal auf Platz neun, was sie folgendermaßen kommentierte: "Da der Zeitplan sehr eng gesteckt war, ich von einem Team zum anderen immer wieder hin und her wechseln musste und wir dadurch sehr wenig Zeit zusammen hatten, musste ich meinem Team quasi blind vertrauen. Sie haben aber einen sensationellen Job gemacht und mir das Motorrad so hingestellt, dass wir zwei Mal in die Top 10 fahren konnten."

In der IDM-Superbike war mit der Zwickauerin Sarah Heide eine weitere sächsische Rennlady am Start, die mit einem 20. und einem 17. Platz die Punkteränge allerdings verfehlte.

Podestplätze für Junioren vom Sachsenring

Einen Sieg gab es aus sächsischer Sicht beim ebenfalls im Rahmenprogramm befindlichen ADAC Junior Cup zu feiern. Hier traten mit Lennox Lehmann aus Dresden, dem Gaststarter Freddie Heinrich aus Lunzenau, Lennard Göttlich aus Eibau und Valentin Frühauf aus Fraureuth gleich vier Fahrer an, die allesamt das Einmaleins des Rennfahrens beim AMC Sachsenring erlernt haben.

Im ersten Rennen bekämpften sich die beiden Piloten vom PrüstelGP Junior Team, Freddie Heinrich und Lennox Lehmann, derart, dass der Russe Artem Maraev kurz vor Schluss noch zu ihnen aufschließen konnte. Am Ende gewann Freddie Heinrich vor Maraev und Lennox Lehmann. Lennard Göttlich und Valentin Frühauf, beide vom ADAC Sachsen Racing Team AMC Sachsenring, landeten auf den Plätzen 14 bzw. 18.

Vor dem zweiten Lauf verschlechterte Regen die Bedingungen, sodass Freddie Heinrich und Lennox Lehmann mit den Plätzen sechs und acht vorliebnehmen mussten. Während Lennard Göttlich auf Platz 13 noch einmal in die Punkteränge fuhr, sah Valentin Frühauf keine Zielflagge.