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Drebach kommt mit Hybridsitzungen ans Ziel

Digitalisierung Gemeinderat setzt auf Mix aus Präsenz und Videokonferenz

Drebach. 

Drebach. Nicht nur auf hoher Ebene finden Treffen von Unternehmern und Politikern mittlerweile häufig per Videokonferenz statt: Auch in der Kommunalpolitik ist das digitale Zeitalter angebrochen. Im mittleren Erzgebirge nimmt Drebach dabei eine Vorreiterrolle ein, denn der dortige Gemeinderat kommt inzwischen zu sogenannten Hybridsitzungen zusammen. Das bedeutet, dass ein Teil der Gremiumsmitglieder am Versammlungsort präsent ist und andere über einen Vidoestream zugeschaltet werden. Bereits Ende vergangenen Jahres hatten dadurch schon Gemeinderäte teilnehmen können, die beispielsweise in Quarantäne waren. Seit Anfang Januar darf sogar am Bildschirm abgestimmt werden.

Sächsische Gemeindeordnung angepasst

"Natürlich sind vom Ursprung her Präsenzsitzungen gewollt und bieten den höchstmöglichen Austausch zwischen den Teilnehmern, jedoch ist die Möglichkeit der Durchführung von Sitzungen via Videokonferenz oder als Hybridsitzung eine gute Lösung während der Pandemie", sagt Verwaltungsleiterin Kathrin Sieber. Sie verweist auf Paragraph 36a der Sächsischen Gemeindeordnung, der eine solche Durchführung regelt: "Die Gemeindeordnung wurde aufgrund der Pandemie um diesen Punkt ergänzt." Da sich 7 von 18 Gemeinderäten aufgrund der Ansteckungs- und Weiterverbreitungsgefahr des Corona-Virus sowie teils wegen Vorerkrankungen für die neue Variante aussprachen, setzt Drebach nun auf eine moderne Lösung.

Technische Grundlagen wichtig

Für entsprechende technische Grundlagen, ohne die Hybridsitzungen nicht funktionieren würden, bedarf es echter Experten. Und über einen solchen verfügt Drebach in Person von Thomas Walther, der selbst zum Gemeinderat gehört. Der Informatiker, der beruflich schon viele Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat, half bei der Ausrüstung mit Hard- und Software. Seitens der Verwaltung kümmerte sich Thomas Berger um das Projekt, das er für zukunftsträchtig hält. "Das System hat sich bewährt", sagt Berger, der auch im Verwaltungsalltag mit mehr Vidoekonferenzen rechnet. Schließlich könnten solche digitalen Treffen mit Behörden, Firmen oder Planern viel Zeit und Geld für Reisen sparen.



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