Drews: "Mentalität kann man nicht trainieren"

Fußball Neuer Veilchen-Trainer spricht über seine erste Woche im Erzgebirge

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FCE-Cheftrainer Hannes Drews. Foto: Wagner

Aue. Seine erste Arbeitswoche hat Hannes Drews mittlerweile hinter sich. "Sie war sehr aufregend", sagt der 35-Jährige und ergänzt: "Ich habe viele neue Leute kennengelernt, ein neues Umfeld und natürlich die Mannschaft." Die Herzlichkeit der Mitarbeiter habe ihm gefallen und bei Fragen geholfen. "Das kann man schon familiäres Umfeld nennen."

Zeit zum Nachdenken hatte das Nordlicht nicht - ganz im Gegenteil. Es ging mit dem Spiel beim FC Ingolstadt 04 für ihn gleich in die Vollen. "Das war natürlich ein guter Einstieg", so Drews. Super nennt der 35-Jährige, der zuvor die U19 von Holstein Kiel trainierte, die Trainingsbedingungen im Lößnitztal. "Da gibt es nichts zu kritisieren." Beide Trainingsplätze seien super.

Drews ließ sich nicht von Freund Tedesco beeinflussen

Dass Hannes Drews ein Freund von Domenico Tedesco ist, der die Veilchen vor dem Abstieg gerettet hat und jetzt Schalke 04 trainiert, ging in den vergangenen Tagen durch sämtliche Medien. Doch im Gespräch mit dem BLICK machte der 35-Jährige noch einmal deutlich, dass er erst nach dem ersten Gespräch mit den Verantwortlichen des FC Erzgebirge Aue zum Telefonhörer gegriffen hat und sich bei Tedesco erkundigte. "Ich wollte schließlich unvoreingenommen in das Gespräch gehen, mir zunächst selbst einen Überblick und Eindruck verschaffen."

Domenico Tedesco und Hannes Drews haben gemeinsam ihre Ausbildung zum Fußball-Lehrer gemacht. Elf Monate lang, jeweils von Sonntag bis Mittwoch, teilten sie sich ein Zimmer. Eine intensive Zeit sei es gewesen. "Es ist jetzt keine Freundschaft, in der wir täglich telefonieren. Aber wir stehen schon im Kontakt, beglückwünschen uns bei Erfolgen", so Hannes Drews: "Es war auch immer so, dass er wusste, wie ich gespielt habe."

Im Team steckt viel Potential

Genauso wie Tedesco zog Drews zunächst einmal ins Hotel Blauer Engel ein. "Aber ich werde mir eine Wohnung suchen. Allerdings ist das momentan zweitrangig." Seine langjährige Freundin werde allerdings vorerst nicht mit ins Erzgebirge ziehen. Die ersten Tage in der Geschäftsstelle seien lang gewesen. Gegen 8 Uhr steht der neue Coach auf der Matte und beweist damit, dass er nichts dem Zufall überlässt.

Vom Team sei er überzeugt: "Es steckt eine unglaubliche Mentalität in dieser Mannschaft. Das ist eine super Eigenschaft, die man auch nicht trainieren kann." Daher blickt der Trainer sehr zuversichtlich in die Zukunft und freute sich auf die Begegnungen gegen seinen Ex-Verein.