Drogenprävention: Revolution-Train lässt Jugendliche umdenken

Prävention Nach Zugbesuch nein zu Drogen

drogenpraevention-revolution-train-laesst-jugendliche-umdenken
Foto: Haertelpress

Annaberg-B. Der Revolution-Train ist ein einzigartiges Drogenpräventionsprojekt. Auf Initiative der Stadt Annaberg-Buchholz machte er im November 2016 erstmals Station in der Erzgebirgsstadt. Besucher erleben im Zug während einer interaktiven Präsentation den Weg eines Drogenabhängigen vom scheinbar harmlosen Einstieg bis zum Tod.

Umfrage

Zur aktiven Drogenprävention füllten 551 Schüler im Revolution Train entsprechende Fragebögen aus. Am 3. Mai wurden die Ergebnisse der Umfrage im Haus des Gastes Erzhammer präsentiert. Zirka 60 Eltern, Lehrer und interessierte Bürger waren gekommen. Vertreter der Stadt und des Erzgebirgsklinikums, der Suchtberatung, der Polizei sowie die Betreiber des Anti-Drogen-Zuges informierten über die Fakten und erörterten künftige Wege für die Drogenprävention.

Die erschreckenden Ergebnisse

Befragt wurden Schüler zwischen 10 und 15 Jahren. Mehrere Risikofaktoren wurden deutlich. Etwa 16 Prozent langweilen sich mehrmals pro Woche oder fast täglich, über 56 Prozent sind täglich im Internet unterwegs, ein Sechstel ist nie kreativ tätig. Erste, vereinzelte Kontakte gibt es bei Alkohol mit acht Jahren, bei Tabak mit zehn und bei Marihuana mit 12 Jahren.

Neugier und Freunde, aber auch Familienmitglieder spielen beim Alkohol- und Tabakkonsum eine wesentliche Rolle. Bei Marihuana sind es vor allem Neugier und Freunde. 5,8 Prozent der Schüler geben an, die Droge leicht beschaffen zu können. 2 Prozent haben schon Schnüffelstoffe, 2,7 Prozent schon Haschisch ausprobiert. 4,9 Prozent sagen, dass Crystal leicht zu beschaffen sei.

Ein Lichtblick

Positiv brachte die Umfrage zutage, dass knapp 53 Prozent der Schüler hohe Risiken bei Drogen sehen. Über 90 Prozent würden nie mit einem Betrunkenen mitfahren. Fast 80 Prozent geben an, nach dem Besuch des Revolution-Train zu Drogen nein sagen zu können. Insgesamt wird der Zug als sehr gutes Mittel für die Drogenprävention angesehen.

Oberbürgermeister Rolf Schmidt sagte: "Der Revolution Train soll Kinder und Jugendliche dazu einladen, in den richtigen Lebenszug einsteigen und die Finger von Drogen lassen. Drogenprävention geht nicht von allein. Wir müssen sie ständig ins Bewusstsein rufen." ru/pm