Durch Marquez' Sieg: Honda knackt die 300!

Motorsport Rennfahrer-Ikone schreibt erneut Geschichte

Honda-Werksfahrer Marc Marquez füllt zunehmend die Geschichtsbücher der Straßen-Weltmeisterschaft. Seit dem Jahr 2008, bei seinem ersten WM-Rennen in Portugal, damals noch auf einer Zweitakt-Maschine in der Achtelliterklasse, verzaubert er die Zuschauer mit tollkühnen Schräglagen und einem einzigartigen Gefühl für die Rennmaschine. Nach dem ersten WM-Titel im Jahr 2010 des 26-jährigen Spaniers auf Derbi, wurde der begnadete Rennfahrer schon zwei Jahre später Weltmeister in der Klasse Moto2. Es folgte der Aufstieg in die Königsklasse MotoGP, in der er ebenfalls auf Anhieb Weltmeister wurde. Seither ist Marc Marquez fest im japanischen Werksteam von Honda integriert.

Bereits 73 Siege in drei Klassen

Am vergangenen Wochenende bestritt das Fahrgenie seinen 191. Grand Prix im französischen Le Mans. Allein in der Klasse MotoGP ging das Ausnahmetalent 113 Mal an den Start, in Le Mans holte er nun Sieg Nummer 47 von nunmehr insgesamt 73 in drei Klassen - eine makellose Bilanz. Und dieser Sieg des amtierenden Weltmeisters, der damit seine Führung in der Gesamtwertung ausbaut, war ein ganz besonderer: es war der 300. Grand Prix-Sieg für Honda in der Königsklasse.

Marquez reiht sich in sich neben bekannten Namen ein

Den ersten Sieg für Honda holte 1966 der Rhodesier Jim Redmann. Von da ab schrieben sich Fahrer wie der Brite Mike Hailwood, der US-Amerikaner Freddie Spencer, die Australier Wayne Gardner und Mick Doohan sowie die beiden Italiener Max Biaggi und Valentino Rossi in die Siegerliste ein. Sieg Nummer 200 für Honda ging an den unvergessenen Nicky Hayden, der am 22. Mai 2017 an den Folgen eines schweren Radunfalls in Italien verstarb. Der US-Amerikaner gewann nicht nur das Rennen im niederländischen Assen am 24. Juni 2006, er wurde im gleichen Jahr auch Weltmeister. Marc Marquez steuert indes am 7. Juli seinen insgesamt 10. Grand Prix-Sieg in Folge auf der Traditionsstrecke bei Hohenstein-Ernstthal an.