Ehemalige Sparkasse zur Arztpraxis umgebaut

Hausarztpraxis Ärztliche Versorgung ist sichergestellt

Stützengrün. 

Stützengrün. Die Bemühungen der Gemeinde Stützengrün, die hausärztliche Versorgung im Ort sicherzustellen, sind erfolgreich gewesen. Das Projekt "Umnutzung einer ehemaligen Sparkasse zur hausärztlichen Gemeinschaftspraxis" ist abgeschlossen. Im ehemaligen Sparkassen-Gebäude an der Schönheider Straße ist die hausärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. med. Anja und Lars Donath an den Start gegangen und heute ist das Arzt-Ehepaar, das drei Kinder hat, von offizieller Seite gegrüßt worden. Die Beiden treten in die Fußstapfen von Dipl. Med. Wilhelm Görler, der sich nach 45 Jahren im Dienste seiner Patienten in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. "Es war mir ein Anliegen, dass es weiter geht. Ich habe immer gesagt, bis der nächste die Treppe hoch kommt, halte ich durch. Dann war es tatsächlich soweit und jetzt hat es noch 2,5 Jahre gedauert. Jetzt bin ich glücklich, dass ich den Staffelstab weiter geben kann und hoffe, dass einer von beiden mein Hausarzt werden könnte", schmunzelt Görler. Dr. Anja Donath (37) stammt aus Lichtenau und ist mit ihrem Mann Lars Donath (38), der ursprünglich aus Görlitz stammt, 2018 dorthin zurückgekehrt. Zuvor waren beide in Radebeul tätig und haben auch dort gelebt. Zunächst wird Lars Donath allein in Stützengrün praktizieren und Dr. med. Anja Donath, die gerade in Weiterbildung ist zur Fachärztin für Allgemeinmedizin am Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch, wird im kommenden Jahr dazustoßen. "Als wir uns die Räume 2018 das erste Mal angeschaut haben, konnten wir nur erahnen, welche Möglichkeiten sich für uns hier ergeben", erinnert sich Lars Donath: "Schritt für Schritt ging es voran, Pläne wurden geschmiedet. Als die Bauarbeiten gestartet sind, ging es dann sehr schnell."

Gemeinde sieht ärztliche Versorgung als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge

Das Gebäude hat die Gemeinde gekauft für rund 90.000 Euro. Bürgermeister Volkmar Vieweg sagt: "Es war gut so, dass wir zusammen mit den Gemeinderäten im Dezember 2015 diese Entscheidung so getroffen haben." Das eine Arztpraxis angesiedelt wird, sei damals ein frommer Wunsch gewesen und jetzt Realität. Die Verwandlung des Gebäudes von einer Sparkasse zur Arztpraxis hat lediglich ein halbes Jahr gedauert. Im Januar dieses Jahres ging es mit der Beräumung los, am 13. Februar ist im Gemeinderat der erste Vergabebeschluss gefasst worden, bis zum 24. März waren alle Lose vergeben, am 15. Juni hat der Ein- und Aufbau der Möbel begonnen, zehn Tage später folgte die Generalreinigung und heute stand man vor einem grünen Band, dass nur darauf gewartet hat, durchgeschnitten zu werden, was man auch getan hat. Stolz ist Volkmar Vieweg nicht nur auf den zügigen Bauverlauf, sondern auch darauf, dass man im Rahmen der Kostenschätzung geblieben ist. Investiert worden sind in den Umbau 160.000 Euro und man hat eine Leader-Förderung in Höhe von rund 100.000 Euro in Aussicht. Viehweg ist überzeugt, dass es nicht nur Aufgabe einer Kommune ist, die Pflichtaufgaben wahrzunehmen, wo Straßenbau, Kindergärten, Schulen und Infrastruktur dazugehören: "Für mich ist eine Arztpraxis Teil der kommunalen Daseinsvorsorge, der wir uns stellen müssen."