Eibenstock: Deutsche Flugsicherung erlaubt Einblicke

Radar Radar-Station auf dem Auersberg dient der Flugüberwachung

Eibenstock. 

Eibenstock. Die Radar-Station der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf dem Auersberg ist von außen betrachtet ein geheimnisvoller Ort einfach, weil es nicht alle Tage möglich, einmal hinter die Kulisse zu schauen und zu sehen, was hinter den Toren des Turmes passiert. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß hat es heute für Technikbegeisterte einen Vor-Ort-Termin gegeben, wo die Verantwortlichen einen Einblick erlaubt haben. Möglich ist das gewesen, weil die Anlage aufgrund von Wartungsarbeiten aktuell still steht. "Das Geheimnisvolle, was die Radaranlage umgibt hat etwas mit der Vergangenheit zu tun. Da gibt es auch viele Vorbehalte", sagt Krauß: "Die Geschichte müsste man einmal aufarbeiten. Leider gibt es dazu relativ wenig Informationen." Bekannt ist, dass das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR ab August 1983 bis November 1985 unterhalb des Auersberg-Gipfels eine Radarstation hat errichten lassen. Im Volksmund ist die Anlage aufgrund der Kuppel als "Stasi-Moschee" bezeichnet worden. Unter dem Decknamen "Echo" diente der Stützpunkt Auersberg zur Funkaufklärung und Funkabwehr. Unter dem Decknamen "Kiefer" befand sich ein weiterer Abhörposten in Oberwiesenthal.

Nach der deutschen Wiedervereinigung hat die Deutsche Flugsicherung das Gebäude auf dem Auersberg zu einer Radaranlage ausgebaut, die bis heute betrieben wird. Mit dem Radar erfasst man Luftraumbewegungen von Objekten ab rund zwei Quadratmetern Größe im Umkreis von rund 300 Kilometern. Wie Matthias Borchert, Leiter Technik Ost bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH erklärt, werde rein der Luftraum überwacht und die Sendeleitung habe man reduziert, sodass keine Gefahr davon ausgeht. Insgesamt gibt es in Deutschland 38 Radaranlagen, die mehrfach überdeckt sind, sodass in der Überwachung kein Loch entsteht. Daten werden ins System eingespielt und den Nutzern bereitgestellt. "Wenn eine Anlage ausfällt, greift eine andere", so Borchert. Aufgrund der Wetterlage habe man für den Standort auf dem Auersberg schon überlegt, ein Radom, sprich einen Schutz für die Antenne zu bauen, doch das sei wirtschaftlich nicht darstellbar, so Borchert. Die Anlage bleibe weiter bestehen - eine Erneuerung sei nicht vor 2030 geplant. Derzeit befinde man sich in der Konzeptphase.