Ein Balanceakt nicht nur auf dem Seil

Verwaltung Stadtrat lehnt Beschluss trotz Einsparung vorest ab

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Der Stellenplan: Ein Balanceakt für Oberbürgermeister Arne Sigmund (oben). Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Es ist kaum drei Wochen her, da wurde Arne Sigmund von einem Artisten der Geschwister Weisheit über ein Hochseil getragen. Obwohl dem Zschopauer Oberbürgermeister etwas mulmig zumute war, wie der Gesichtsausdruck verriet, kam er sicher auf der anderen Seite an und durfte sich am Ende über einen weiteren gelungenen Teil des Zschopauer Stadtjubiläums freuen.

Doch die Euphorie der Festwoche ist inzwischen verflogen. Arne Sigmund ist wieder im Alltag angekommen und muss sich nun einem Balanceakt ganz anderer Art stellen. Es geht darum, die Organisationsstruktur der Stadtverwaltung finanziellen Engpässen anzupassen, aber weiterhin alle anfallenden Aufgaben abzusichern.

Von einem Dresdner Beratungsbüro wurde nach Mustervorgaben des Sächsischen Städte- und Gemeindetages ein Konzept erarbeitet, das den Zschopauer Stellenplan um 2,5 Vollzeitstellen reduziert, ohne dabei Entlassungen vornehmen zu müssen.

Es würde damit zu einer jährlichen Einsparung von rund 66.000 Euro kommen, wie sie von der Kommunalaufsicht bereits angemahnt wurde. Allerdings erhielt der neue Stellenplan der Verwaltung in der vergangenen Woche vom Stadtrat keine Zustimmung.

Mit sechs Gegen- und sechs Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen wurde die Vorlage zum Nachtragsetat in der Sitzung abgelehnt. Diesem Beschluss will Arne Sigmund widersprechen, da er auf das Rechtsprinzip der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit setzt. Die Vorlage dürfte demnach erneut zur Abstimmung kommen.



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