Eine Tour zu 13 Türmen

Modelle Günther Siegert aus Streckewalde zeigt seine Mini-Erzgebirgswelt

Die bekanntesten Aussichtstürme des Erzgebirges hat Günther Siegert als Modelle angefertigt. Bis zum 24. Februar 2013 sind 13 davon im Informationszentrum von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr auf dem Spiegelwald zu sehen.

"Begonnen habe ich damit vor vier Jahren", meinte der 67-jährige Hobbybastler aus Streckewalde, einem Ortsteil von Großrückerswalde. An seinem ersten und größten Objekt, dem Fichtelberghaus, werkelte der ehemalige Traktorist und später als Galvaniseur im DKK Scharfenstein Beschäftigte rund 300 Stunden. Als Vorlage diente das 1889 erbaute und durch einen Brand im Jahre 1963 vernichtete Gebäude. Zwölf weitere Aussichtstürme kamen seitdem dazu. Davon bastelte der Unermüdliche allein in diesem Jahr sechs Türme: Morgenleithe bei Lauter, den Schwartenberg, den Gleesberg bei Schneeberg, den Kuhberg, der Mays-Turm bei Wiesenbad und die Parkwarte auf dem Heidelberg in Aue. Der König-Albert-Turm auf dem Spiegelwald, der am 11. September 1881 eingeweiht wurde, die Dreibrüderhöhe, westlich von Marienberg, der Auersberg, der das Berghotel Scheibenberg mit seinem 1891 errichteten Turm, der 1971 gesprengt wurde sowie Pöhlberg und Bärenstein ergänzen die Turmtour.

"So viele Türme an einem Tag kann man nur in meiner Ausstellung besichtigen", schmunzelte der Bastler und ergänzte: "Alle Bauwerke habe ich den Originalen angepasst, die moderneren, die später die alten Türme ersetzten, gefallen mir nicht so. Ich bin mehr für die historischen Vorlagen", bekennt Günther Siegert. Bevor er an die Realisierung heranging, sammelte der Baumeister Unterlagen von Prospekten, Postkarten und fotografierte vor Ort, um Eindrücke von den Maßstäben zu bekommen, die es umzusetzen galt. Organisatorische Unterstützung bekommt er dabei von seinem Freund Frank Oehme.