Einstiger Besitzer besucht die Puppenklinik

Kultur Sommerschau im Gelenauer Depot ist eröffnet

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Gabor Zsitva aus Leipzig zeigt seinen Enkeltöchtern seine einstige Puppenklinik.  Foto: Ilka Ruck  

Gelenau. Ganz plötzlich stand er im Raum und staunte wieder einmal über all die schönen Dinge und vor allem die Puppen und Bären im Gelenauer Depot Pohl-Ströher: Gabor Zsitva war am Dienstag, pünktlich zur Eröffnung der Sommerschau erstmals wieder seit 2011 in Gelenau. Gemeinsam mit seiner Frau hat er in Leipzig die Puppenklinik betrieben, die heute 1:1 im Gelenauer Depot zu sehen ist. Im Jahr 2010 verkauften er und seine verstorbene Frau Heide die Klinik mit ihrem kompletten Inhalt. "Es war ein Glücksfall für die Sammlung Pohl-Ströher, dass es diese nun weiterhin als Kleinod zu bestaunen gibt und darüber hinaus auch noch zu unseren Schauen von der Puppendoktorin Myriam Richter genutzt wird", freute sich Depotleiter Michael Schuster.

Puppenklinik schon über 100 Jahre alt

Gabor Zsitva hatte seine beiden Enkeltöchter mitgebracht. Erstmals sahen die Mädels wo und wie der Opa früher gearbeitet hat. Er selbst war sehr berührt vom Anblick seiner ehemaligen Wirkungsstätte und hätte nicht vermutet, dass alles noch so wie damals hergerichtet ist. "Die Puppenklinik ist über 100 Jahr alt. Zsitvas haben sie 1980 von einem alten Meister übernommen, nachdem sie als Solotänzer an der Leipziger Oper nicht mehr arbeiten konnten. Bis 2010 war sie über die Grenzen von Leipzig hinaus bekannt", so Michael Schuster.

Wer also diese einmalige Szenerie erleben möchte, der sollte bis zum 12. August ins Depot pilgern. Unter dem Motto "Auto, Kran und Co mit Puppen und Bären" werden spannende Sonderthemen gezeigt. Schwerpunkt ist eine Sammlung Holzautos der ehemaligen PGH "Friedrich Fröbel" Werdau und eine Sammlung Spiel- und Künstlerpuppen der Schweizer Designerin Heidi Ott. Geöffnet ist immer dienstags bis sonntags 13 bis 17 Uhr. Infos www.lopesa.de.