Er ist der Neue im Berg

Bergwerk Neuer Betriebsleiter in Ehrenfriedersdorf

Ehrenfriedersdorf. 

Ehrenfriedersdorf. Er ist jung, relativ neu und hat doch in puncto Bergbau jede Menge Erfahrung: Erik Ahner ist der neue Betriebsleiter im Besucherbergwerk Ehrenfriedersdorf. Für Matthias Kreibich, dem bisherigen Geschäftsleiter ist nun eine ruhigere Zeit angekommen. Der 65-Jährige geht in den verdienten Ruhestand.

Perspektivisch soll das Besucherbergwerk als GmbH aufgelöst und vollständig zum Zweckverband Sächsisches Industriemuseum gehören. Für die acht Festangestellten und den neuen Chef ändert sich damit nichts. Auch die Besucher dürfen sich weiterhin auf ein tolles Programm und die beliebten Angebote sowie Führungen freuen.

Der Bergbau ist schon lange Teil seines Lebens

"Wir werden auch weiter unser Bestes tun und mit unseren Mitarbeitern sowie den geringfügig Beschäftigten und den Ehrenamtlichen für spannende Einblicke in unser Besucherbergwerk sorgen", verspricht Erik Ahner. Der Chemnitzer ist 28 Jahre alt und hat an der TU Bergakademie Freiberg Geotechnik und Bergbau mit Vertiefung Bergbau studiert. Dabei absolvierte er zahlreiche Praktika und arbeitete in Ingenieurbüros. Doch eigentlich kommt seine Leidenschaft von seinem bergbaubegeisterten Opa. Der Bergbau mit seiner Weihnachtstradition ist quasi eine Familientradition. Bereits bis zum 1. Advent hatte er sich zum Bergwerksführer qualifiziert und seine 1. Führung geleitet.

2018 warten bereits viele Höhepunkte

Doch bis dahin gibt es für den "Neuen" viel zu tun. Das ganze Jahr über stehen wieder Führungen und Veranstaltungen auf dem Plan. Zu den Höhepunkten gehören die Erzgebirgischen Bergbauerlebnistage mit speziellen Sonderführungen und einem Aktionszelt am 1. und 2. Juni. Matthias Kreibich richtet sich inzwischen auf den "Unruhestand" ein und zieht noch einmal Bilanz: "2018 hatten wir 12.700 Besucher im Bergwerk. Das sind zwar weniger als 2017, doch dafür waren allein im Dezember 2.156 Leute bei den Führungen dabei. Das war der besucherstärkste Dezember überhaupt. Daran sieht man, dass die Nachfrage auch ohne die Große Mettenschicht enorm ist und die individuelle Betreuung Erfolge zeigt."