Erzgebirgisches Wort des Jahres gekürt

DialektMehr als 430 Teilnehmer wählten aus über 200 Einsendungen

Annaberg-Buchholz Die Erzgebirger kennen und lieben sie: Wörter wie Schrutsaach, Gaunggschöpper, Borzeldreher, Astreichn oder Lorks. Genauso wie die Mitwirkenden am Sonntag zur feierlichen Bekanntgabe des "Erzgebirgischen Wortes 2019". Unter dem Motto "Unner Arzgebirg - wo Handwerk nicht auf den Mund gefallen ist" wurden über 200 Wörter eingereicht. Eine fachlich versierte Jury wählte dann die zehn Topwörter aus und jeder der Lust hatte, konnte für seinen Favoriten abstimmen.

Siegeswort erhält 96 Stimmen

Dazu sagte Carmen Krüger, Kulturwartin des Erzgebirgsvereins: "Zuerst hat unsere Jury zehn Wörter ausgesucht und dann hat das Volk gewählt. Mehr als 430 Teilnehmer aus dem Erzgebirge, aber auch aus angrenzenden Regionen haben ihre Stimme abgegeben. Das Siegerwort Lorks erhielt 96 Stimmen." Für beste Stimmung im ausverkauften Volkshaus von Thum sorgten "De Schallis aus'n Arzgebirg", der Bandonionverein Carlsfeld und die Gruppe Berggeschrey mit Zitherspieler Thomas Baldauf, welche mit erzgebirgischen Klängen aber auch mit hochkarätiger Musik begeisterten.

Unnachahmlicher erzgebirgischer Humor

"De Pascher" aus Marienberg zeigten wieder einmal, dass sie mit ihrem "Mutterwitz" immer und überall super ankommen. Und dann brachten natürlich die drei Moderatoren Carmen Krüger, Robby Schubert und Mundart-Urgestein Regine Seifert den Saal zum Toben, luden zum Schunkeln ein und zeigten vor allem, wie unnachahmlich der erzgebirgische Humor sein kann. Auf der Bühne ging über zweieinhalb Stunden die Post ab. Zu haben war auch wieder das neu aufgelegte Erzgebirgs-Memo, das der Erzgebirgsverein für Kinder herausgegeben hat.