FCE: Neue Corona-Beschränkung bringt Probleme

Fussball Corona wirft schon wieder lange Schatten beim FCE

Aue. 

Aue. Wie viele Zuschauer sind am Sonntag im Erzgebirgsstadion zugelassen? Diese Frage beschäftigt aktuell nicht nur die Fans, sondern auch die Vereinsführung. Die neuen Maßnahmen im Erzgebirgskreis lassen nur noch 500 Besucher bei Sport- und Großveranstaltungen zu. "Das sind die neusten Informationen", sagt Michael Voigt, der Geschäftsführer des FC Erzgebirge Aue. Nach dem ausgefallenen Spiel beim Hamburger SV wollen die Lila-Weißen am Sonntag ab 13.30 Uhr gegen den FC Heidenheim wieder auf Torejagd gehen und natürlich hätte die Mannschaft dafür gern die Unterstützung der Fans.

Das Problem: Der Erzgebirgskreis hat als erster Landkreis in Sachsen den sogenannten Inzidenzzahl-Grenzwert überschritten. Wie das Landratsamt am Montag bekannt gab, wurde ein Wert von 67 je 100.000 Einwohner erreicht. Damit ist der Erzgebirgskreis gezwungen, strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vorzunehmen. "Uns stellt das immer wieder vor neue Herausforderungen", sagt Voigt und weiß, dass viele Fans enttäuscht sein werden. Der FC Erzgebirge Aue hatte bereits beim ersten Heimspiel von einem Tag auf den anderen die angezogenen Regeln zu spüren bekommen. Ursprünglich sollten mehr als 4000 Besucher die Begegnung gegen Greuther Fürth sehen dürfen. Dann überschritt der Landkreis den ersten Schwellenwert und musste reagieren.

Nach Verhandlungen zwischen Behörde und Verein durften 999 Zuschauer ins Stadion und erlebten das 1:1-Unentschieden ihres Teams. "Es wird immer schwieriger diese Regeln nachzuvollziehen", ärgert sich Präsident Helge Leonhardt: "Das ist alles zu dogmatisch. Das Beherbergungsverbot ist völlig kontraproduktiv. Wir geraten in eine Sackgasse, wo es am Ende nicht mehr weitergeht. Die Glaubwürdigkeit schwindet."