Feuerwehr-Nachwuchs wird zum Problem

Helfer Jugendwehr hat nur drei Kinder

Stollberg/Oberdorf. 

Stollberg/Oberdorf. Die Freiwillige Feuerwehr in Oberdorf, die zuletzt das Dorffest zusammen mit dem Ortschaftsrat auf die Beine gestellt hat, ist im Ort und auch der Umgebung ein wichtiger Faktor, wenn es brennt oder technische Hilfeleistungen gefragt sind. Derzeit zählt man in Oberdorf in der Ortswehr 25 Aktive und 18 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung. Was die Jugendfeuerwehr angeht, so ist man aktuell bei drei Kindern, die zur Stange halten. In der aktiven Wehr habe man in diesem Jahr drei junge Kameraden dazugewinnen können, die den Lehrgang erfolgreich absolviert haben.

Man bekommt keine Mannschaft zusammen

Darüber sei man sehr froh, sagt Martin Hofmann, der stellvertretende Wehrleiter in Oberdorf. Ansonsten liege der Altersdurchschnitt bei über 50 Jahren. In Oberdorf ist ein Katastrophenschutz-Fahrzeug des Bundes stationiert, dass mit über 20 Jahren im Dienst schon etwas in die Tage gekommen ist. Wann und ob es überhaupt einmal ausgetauscht wird, stehe in den Sternen. Außerdem hat die Wehr einen Schlauchbootanhänger und einen Pulveranhänger im Bestand. Wettbewerbe sind in der Wehr in Oberdorf kein Thema; schon allein aus dem Grund, dass der Altersdurchschnitt bei den Aktiven relativ hoch ist und man mit der Jugend keine Mannschaft zusammenbekommt aufgrund der Anzahl der jungen Kameraden. "Es ist schwierig, Nachwuchs für die Feuerwehr zu begeistern. Viele junge Leute haben einfach nicht so den Draht zur Feuerwehr, wenn nicht in der Familie jemand bei der Feuerwehr ist und allein aus der Richtung Interesse geweckt wird", weiß Martin Hofmann aus Erfahrung.