• Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Firma reicht Genehmigungsantrag für Windpark Amtsberg ein

Windkraft Nach monatelanger Ruhe gibt es nun erste offizielle Schritte

Amtsberg. 

Amtsberg. Der Plan einer Freiberger Firma, im Amtsberger Ortsteil Weißbach mehrere Windkraftanlagen zu errichten, wird konkreter. Nachdem Mitarbeiter des Unternehmens das Projekt im März 2019 bei einer Einwohnerversammlung vorgestellt hatten, war es zunächst ruhig geworden um das Vorhaben. Nun ist beim Landratsamt allerdings ein Genehmigungsantrag für die großen Windräder eingereicht worden. Die darin enthaltenen Details weichen leicht von den ursprünglichen Angaben ab, da die Firma auf die Gegebenheiten vor Ort reagiert habe.

Vier statt fünf Windräder geplant

"Nach der öffentlichen Vorstellung des Projektes Anfang 2019 in Amtsberg sind wir in der Form auf die Bedenken der Anwohner eingegangen, dass wir den Siedlungsabstand von damals 800 Meter auf einen möglichen zukünftigen Maximalabstand von 1000 Meter erhöht haben, obwohl es bislang noch keine gesetzliche Regelung hierzu in Sachsen gibt", erklärt Sandra Schweigel, die im Unternehmen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Durch die Änderungen verkleinere sich der Windpark von ursprünglich fünf auf nun vier Anlagen.

Bürgerinitiative weiterhin aktiv

Die Windräder waren auch Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung, in dem Sylvio Krause über den Eingang des Antrags beim Landratsamt informierte. "Noch kennen wir den Inhalt allerdings nicht", ergänzte der Bürgermeister, der daher auch noch keine Angaben zum weiteren Verfahren machen konnte. Allerdings geht er davon aus, dass die Kommune die Unterlagen zwecks einer Stellungnahme bald erhalte. "Die Verfahrenshoheit liegt aber beim Landratsamt", betonte Krause, der zahlreiche Einwohner bei dieser Sitzung begrüßen konnte. Bei vielen handelte es sich um Vertreter der Bürgerinitiative "Gegenwind Amtsberg", die sich zum Beispiel mit mehreren Info-Tafeln gegen das Projekt ausspricht. "90 Prozent der Bevölkerung haben geglaubt, die Sache sei vom Tisch. So ist es aber nicht", sagte deren Sprecher Michael Schubert, der sich in seinen Befürchtungen nun bestätigt sieht.