Für sechs Monate in den japanischen Alltag

Praktikum Glauchauerin wagt sich ins Abenteuer

Grünhainichen. 

Grünhainichen. Eigentlich sei sie eher der gemütliche Sofa-Typ, sagt Elisa Pflug über sich selbst. Dennoch hat die 27-jährige Glauchauerin, die jeden Tag nach Grünhainichen zur Arbeit fährt und dort als Malerin bei Wendt und Kühn arbeitet, ihren Alltag im Erzgebirge gegen den in Japan eingetauscht.

Acht Wochen Arbeit bei japanischem Vertriebspartner

Für die gelernte Holzspielzeugmacherin hat gerade ein halbjähriges Praktikum in Japan begonnen, das ihr sowohl in persönlicher als auch in beruflicher Hinsicht viel bringen soll. Nachdem der Fokus in den ersten beiden Monaten auf Sprachkursen liegt, wird Elisa Pflug in den folgenden acht Wochen beim japanischen Vertriebspartner ihres Grünhainichener Unternehmens arbeiten. "Danach wird beim Sightseeing fleißig fotografiert", freut sie sich auf den abschließenden Teil der Reise, bei dem dann private Interessen im Vordergrund stehen.

Faszination für Fernost als Antrieb

Das Interesse für Japan stamme bereits aus ihrer Kindheit. "Die dortigen Schriftzeichen haben mich schon immer gefesselt", erzählt die Glauchauerin, deren Leidenschaft auch der asiatischen Kampfkunst gilt. Schon seit 13 Jahren widmet sie sich in einem Sportverein dem Jiu Jitsu. "Aber die japanische Kultur von hier in Deutschland zu erfassen, ist nicht möglich. Da reichen auch keine zwei Wochen Urlaub", erklärt die 27-Jährige, warum es sie nun für längere Zeit nach Fernost verschlägt.

Figuren aus Grünhainichen für japanische Gastfamilie

Ausschlaggebend für diese mutige Unternehmung war auch die Unterstützung ihres Arbeitgebers, der Elisa Pflug fleißig unterstützt. Grund dafür sind auch die geschäftlichen Kontakte nach Japan, das für Wendt und Kühn das fünftgrößte Exportland darstellt. Außerdem wurde eine Arbeitskraft von dort schon hier im Erzgebirge angelernt. Vor allem dank Elisa Pflug, die schon etwas Japanisch spricht. Bald will sie die Sprache flüssig beherrschen. Für ihre Gastfamilie hat sie als Geschenke Figuren aus ihrer Firma eingepackt.