Fußball für Jedermann: Ehrenamtliche planen Ausbau des Fanradios

Projekt Audiodeskription im Erzgebirgsstadion wird zum Hörerlebnis

Aue. 

Aue. Mit der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen hat sich auch für Menschen mit Behinderung in Bezug auf ihren Lieblingsverein einiges geändert. "Die Stimmung war natürlich aufgrund der Geisterspiele sehr gedrückt", sagt der ehrenamtliche Behindertenfanbeauftrage des FC Erzgebirge Aue, Klaus Barth.

Neue Möglichkeiten in der neuen Saison

Doch es gibt auch Grund zur Freude: "Eine ganze Reihe von Menschen mit Behinderung halten mit uns Kontakt. Da gibt es mal einen Gruß, aber auch viele Fragen." Mit Blick auf die bevorstehende Saison, die ja am kommenden Wochenende beginnt, bleibt Barth optimistisch: "Für das neue Spieljahr ist es so, dass auch Menschen mit Handicap die Möglichkeit haben, Abo-Karten zu erhalten."

"Der Kontakt besteht aber ununterbrochen"

Angesichts dieser Tatsache ist dem Verantwortlichen ein Stein vom Herzen gefallen. "Der Verein denkt an die Leute, was mich natürlich sehr freut", sagt der Behindertenfanbeauftrage. Er habe sowieso auf vielen Ebenen den Eindruck, dass der Verein sich für Menschen mit Handicap sehr stark einsetzt. Aufgrund der aktuellen Situation, die immer noch mit Einschränkungen verbunden ist, halten sich auch seine Besuche in Aue in Grenzen. "Ich bin ein- oder zweimal im Monat in Aue. Der Kontakt besteht aber ununterbrochen", so Barth. Gerade mit dem Geschäftsführer tausche er sich regelmäßig aus und werde auf dem neusten Stand gehalten.

Hohes Interesse an Radio-Angebot

Ein ihm ganz wichtiges Projekt ist das Fanradio: "Dieses wollen wir weiter ausbauen. Wir verbinden die Notwendigkeit, im Stadion für Blinde Audiodeskription zu machen mit der Möglichkeit das Fanradio, für jeden hörbar zu machen." Das Interesse an diesem Angebot sei sehr groß. "Als Ehrenamtliche macht uns das zufrieden."

Drei Reportagen sind bereits online

Verbreitet wird das Ganze über das Internet. Der Verein stellt dafür einen Link zur Verfügung. "Wir gehen davon aus, dass es Teil der Öffentlichkeitsarbeit bleibt, die der FC Erzgebirge Aue leistet", so Barth. In der vergangenen Saison sind bereits drei Reportagen online gegangen. Nur beim ersten Geisterspiel wurde das Projekt noch nicht umgesetzt, weil nicht alle Voraussetzungen getroffen waren. "Es waren erschwerte Bedingungen. Unsere Reporter konnten nicht im Stadion sitzen, sondern haben das Sky-Fernsehbild als Grundlage für ihre Reportage verwendet."