Gaststätte "Zum Füllort" wird heute 25 Jahre alt

Tradition Traditionsgaststätte sorgt für echtes Bergbauflair

Bad Schlema. 

Bad Schlema. Ein Besuch der Gaststätte "Zum Füllort" ist wie ein Ausflug in die Bergbau-Welt. Der originale Ausbau mit Grubenholz und die zahlreichen Arbeitsgeräte im Bereich des Gastraumes sorgen für echtes Bergbauflair. Und tatsächlich haben Gäste das Gefühl, in ein Bergwerk der Wismut einzufahren.

Tradition auch auf der Speisekarte

Heute schauen die Akteure der Traditionsgaststätte auf 25 Jahre Bestehen zurück. Eröffnet worden ist die Gaststätte am 6. Oktober 1995. Maßgeblich an der Umsetzung des Projekts mitgewirkt hat der ehemalige Bergmann Ulrich Werk, der sich damit ein Denkmal gesetzt hat. Was den Namen angeht, so hat man damals nach etwas gesucht, was authentisch ist. Stefan Richter, der damalige Geschäftsführer des Bergmannsblasorchesters Kurbad Schlema, hat den Vorschlag unterbreitet, der Bergmannskneipe den Namen "Zum Füllort" zu geben und damit ist er auf eine breite Zustimmung gestoßen.

Beim Blick auf die Speisekarte wird schnell klar, dass man auch an der Stelle der Bergbautradition Rechnung trägt. Bis heute können Gäste noch Speisen bestellen, wie es sie früher in der Wismut-Kantine gegeben hat. Das bergmännisch geprägte Angebot der Traditionsgaststätte, die in der Verantwortung der Kurgesellschaft Schlema liegt, wird sowohl von Einheimischen als auch von Kurgästen und Besucher des Kurortes gern genutzt.

Das Gebäude an sich hat noch eine viel längere Geschichte. Bis 1995 war die Bildungsakademie Adlatus im damaligen Schlemaer Kulturhaus ansässig, hat aber dann die Geschäftstätigkeit beendet. Und so stand die Gemeindeverwaltung damals vor der Frage, wie es mit dem traditionsreichen Kulturhaus der Wismut weiter geht. Letztendlich haben es der damalige Bürgermeister Konrad Barth und seine Mitstreiter geschafft, an die positiven Erinnerungen an Arbeitsgemeinschaften und Kulturgruppen, die im Haus ihr Domizil hatten, an Tanz- und Kulturveranstaltungen, Brigadeabenden, Familienfeiern und Kinobesuchen, die man mit dem Kulturhaus verbunden hat, anzuknüpfen. Neben der Einrichtung der Traditionsgaststätte ist im Obergeschoss des Hauses auch das heutige Museum Uranbergbau entstanden.