Geburtshelfer erinnert sich

Städtepartnerschaft Schneeberg und Herten sind seit 25 Jahren Städtepartner

Die Städte Schneeberg und Herten in Nordrhein-Westfalen pflegen seit 25 Jahren eine Städtepartnerschaft. Es gibt einen Mann, den man als Geburtshelfer bezeichnen kann. Sein Name ist Herbert Werner: der 70-jährige war damals 1. Stellvertretender Bürgermeister in Herten. Werner schmunzelt wenn er sagt: "Es sind 515 Kilometer von Rathaus zu Rathaus." Gefahren ist er die Strecke einige Male in den letzten Jahren und auch jetzt wieder. An die Anfänge erinnert er sich noch genau: "Der Rat der Stadt Herten suchte schon lange eine Partnerschaft im Osten. Anträge liefen, wurden aber nie beantwortet. Über unsere französische Partnerstadt Arras, wo Kontakte nach Ostdeutschland bestanden, haben wir versucht näher ranzukommen. Damals war es die Aufgabe eine Stadt zu finden, die mit Bergbau zu tun hat." Irgendwann ist man einfach los gefahren, hat sich Stollberg und Schneeberg vorgestellt. "Da wir im Januar gefahren sind, haben wir in Schneeberg noch die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Markt gesehen. Die Stadt war heller als alle anderen", erzählt Herbert Werner. Irgendwie ist man in der Bergstadt hängengeblieben. Am Anfang habe man sich schwer getan: "Es gab keinen Begeisterungsschrei, das hat sich erst entwickelt und lief irgendwann von allein. Wir haben uns nicht aufgedrängt sondern gesagt, wir schicken Hilfe, wenn ihr wollt." Detlef Fronda, in Herten verantwortlich für Städtepartnerschaften, erinnert sich: "Als die Verwaltungsstrukturen damals aufgebaut wurden, sind die entsprechenden Bereichsleiter aus Herten nach Schneeberg gefahren und haben unterstützt." Heute ist die Begeisterung da, wenn man sich gegenseitig besucht.